Anonyme Quellen enthüllen Das sagten Cook, Bezos, Musk und Co. beim Tech-Gipfel zu Trump

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13 Unternehmer und Topmanager sowie -managerinnen aus der US-IT-Branche trafen sich am Mittwoch mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump und Leuten aus seinem Team zum Gespräch in New York. Öffentlich waren nur die ersten Minuten des Meetings, der größte Teil der 90-minütigen Unterredung fand hinter verschlossenen Türen statt.
Das US-Tech-Blog Recode hat jedoch offenbar mit vielen Informanten gesprochen, die die Inhalte der Sitzung kennen. Hier die wichtigsten Aussagen der prominenten Teilnehmer laut Recode:

Foto: mm.de, Foto: AFP
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In der Vorstellungsrunde hatte er sich noch demonstrativ knapp mit "Satya Nadella, CEO Microsoft" vorgestellt. Später in der Konferenz war der Chef des Softwarekonzerns (dunkle Krawatte) jedoch offenbar eloquenter. Laut Recode brachte Nadella eines der heikelsten Themen für diese Runde auf den Tisch: Die Einwanderung und wie die Regierung den Tech-Firmen helfen kann, mehr fähige Leute aus dem Ausland in die USA zu bringen.
Zur Überraschung der Teilnehmer habe Trump positiv reagiert, so Recode: "Lasst uns das in Ordnung bringen", habe er gesagt. "Wie kann ich die Situation verbessern?"

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Apple-Chef Tim Cook (zweiter von rechts) lag offenbar ebenfalls besonders die Frage nach guten Mitarbeitern am Herzen. Laut Recode sprach er die Themen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurswesen und Mathematik-Ausbildung an, um die sich Präsident Barack Obama stark gekümmert habe, und die auch bei Trumps Konkurrentin Hillary Clinton oben auf der Agenda standen. Trump habe sich dazu bislang nicht deutlich positioniert, so Recode.

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Auch Sheryl Sandberg, COO von Facebook, ging es um das Thema Bildung, und zwar insbesondere in Bezug auf Frauen und Minderheiten, so Recode. Zudem sprach sie Trump auf die Bezahlung junger Eltern während des Mutterschafts- und Erziehungsurlaubs an. Trump hatte im Wahlkampf für eine solche Auszeit für Frauen für die Dauer von sechs Wochen plädiert, während Clinton zwölf Wochen für Eltern beiderlei Geschlechts gefordert hatte.
Am Mittwoch reagierte der künftige Präsident laut Recode, indem er seinen Vize Mike Pence (neben Trump) beauftragte, sich um das Thema zu kümmern.

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Für Erheiterung in der Runde sorgte dem Bericht zufolge ein Wortwechsel zwischen Google-Chairman Eric Schmidt (am linken Rand sitzend und kaum zu sehen) und Trump. Schmidt machte den Republikaner darauf aufmerksam, dass die IT des US-Regierungsapparats veraltet sei und erneuert werden müsse. Dann schlug er Trump vor, zum "Software-Präsidenten" zu werden, was dieser jedoch falsch verstand. Nein, er werde nicht "soft" sein, sagte Trump - Gelächter von allen Seiten.

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Amazon-Chef Jeff Bezos beteiligte sich offenbar sehr rege an der Debatte, wobei er vor allem auf Probleme hinwies, die US-Firmen haben, wenn sie Handel mit China betreiben wollen.

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Oracle-Chefin Safra Catz (vorne im Bild) ließ sich besonders über das Thema Cloud aus, was sie als ein wenig "gehyped" bezeichnete (was kaum verwundert, ist Oracle doch nicht eben ein Frontrunner im Cloud-Geschäft).

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Ginni Rometty, CEO von IBM, sprach auf dem Tech-Gipfel darüber, wie die Branche neue Jobs schaffen kann. Auch das kommt nicht überraschend: IBM hatte schon im Vorfeld des Meeting angekündigt, 25.000 neue Stellen in den USA zu kreieren.

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Elon Musk, Chef von Tesla und SpaceX, beteiligte sich ebenfalls lebhaft an der Diskussion, berichtet Recode. Er hatte zudem - wie auch Apple-Chef Cook - im Nachklapp noch ein Vier-Augen-Gespräch mit Trump. Dem Bericht zufolge sprach Musk dabei wie zuvor schon vermutet worden war insbesondere über eines seiner Lieblingsthemen, den Klimawandel.

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Wie Recode ebenfalls berichtet, äußerte sich Alphabet (Google)-Chef Larry Page (M.) insbesondere zum Thema Infrastrukturinvestments. Dabei hätten ihm vor allem die veralteten Stromnetze der Vereinigten Staaten am Herzen gelegen, heißt es.
Zudem wurde in der Runde auch ein weiteres Thema angesprochen, dass viele der Tech-Konzerne interessieren dürfte: Die in Aussicht gestellten Steuererleichterungen für den Transfer von Konzerngeldern aus dem Ausland in die USA. Laut Recode war allerdings nicht herauszubekommen, wer dieses heiße Eisen verbal angefasst hat.

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Insgesamt beurteilten die Tech-Größen das Meeting hinter vorgehaltener Hand offenbar als wenig substanzielle Veranstaltung für die Galerie. Es sei jedoch wichtig, die Inszenierung jetzt mitzumachen, damit man später eine gute Grundlage habe, wenn es darum ginge, echte Anliegen beim Weißen Haus vorzutragen.
Wie viele Medien empfanden zudem offenbar auch die Konzernchefs zum Großteil die Anwesenheit der Kinder von Donald Trump als unpassend. Zwei seiner Söhne, seine Tochter und seinen Schwiegersohn Jared Kushner (letzterer profilierte sich offenbar immerhin als inhaltlich sehr engagiert) hatte der künftige Präsident mit am Tisch platziert - für manchen Unternehmensführer wie beispielsweise Twitter-Chef Jack Dorsey war daher kein Platz mehr.

Foto: Albin Lohr-Jones/ dpa