Das Netzwerk der Mächtigen Diese Institutionen stecken hinter den Dax-Chefs

Vorstände sind einsame Entscheider, die an der Spitze eines Unternehmens stehen? Das ist nur bedingt wahr. Denn zum einen gibt es die Vorstandskollegen und den Aufsichtsrat. Zum anderen aber, und das wird oft vergessen, existiert ein verborgenes Netzwerk an Freunden, Bekannten und Ratgebern. Ein Überblick.
1 / 12

Das Beratungshaus Sonean hat dieses Netzwerk im Dax analysiert, ist den offiziellen und inoffiziellen Verwebungen und Verästelungen gefolgt. Über 4500 soziale Verbindungen zwischen 395 Managern mussten untersucht werden. 5,61 exklusive Verbindungen sind es nach dieser Erhebung, über die ein CEO im Durchschnitt verfügt. Und im Fall der Aufsichtsräte sind es 10,48. Heraus gekommen ist aber auch ein Überblick unter anderem darüber, welche Institutionen hinter den Dax-Chefs stehen. Der Frage also, zu welchen Organisationen sie enge Kontakte haben.

Foto: Angelika Warmuth/ picture alliance / dpa
2 / 12

Die Tragkraft des Netzwerks ist keinesfalls nur akademischer Natur. Beispiel Frauen in machtvollen Positionen - dass sie in Vorstandsetagen noch immer unterrepräsentiert sind, ist eine Binse. Verfügt eine Frau aber über ein tragfähiges Netzwerk, sieht das laut Studie ganz anderes aus. 62 Prozent der Frauen, die es nach oben geschafft haben, sind in so ein Netzwerk mit Männern in entscheidenden Positionen eingebunden, heißt es von Sonean. Und welche Organisationen sind dabei besonders bedeutsam?

Foto: Arne Dedert/ picture alliance / dpa
3 / 12

Auf Platz 5 schafft es eine Münchener Universität, die Ludwig Maximilian Universität (LMU). 0,5 Prozent notiert Sonean für die Lehrstätte. Was bedeutet diese Zahl? Das Analysehaus ging von rund 4500 Verbindungen unter den Dax-Mächtigen aus und reduzierte diese um Redundanzen. Es blieben rund 1500 einzigartige Verbindungen. Grob gerechnet, entsprechen dann sechs Nennungen der LMU eben 0,5 Prozent. Mit anderen Worten: 6 Personen aus einem Vorstand hatten irgendeinmal etwas an der Universität zu tun. Im Zweifel studieren.

Foto: Andreas Gebert/ picture alliance / dpa
4 / 12

Auf ebenso viel Nennungen als wichtige Verbindung bringt es die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen.

Foto: HERMANN J. KNIPPERTZ/ AP
5 / 12

Sie wird auf Rang 3 von der Universität zu Köln mit 0,54 Prozent gefolgt.

Foto: DPA
6 / 12

Rang 2 geht an die Karlsruhe Universität - mit 0,58 Prozent der Nennungen.

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa
7 / 12

McKinsey & Company wird von 1,04 Prozent genannt. Und wie sieht es bei den klassischen Dax-Unternehmen aus, welche werden besonders oft als Knotenpunkte innerhalb eines Netzwerkes genannt? Vor allen Dingen 5.

8 / 12

Henkel scheint eine gute Adresse zu sein. Sagen immerhin 2,63 Prozent.

Foto: © Ina Fassbender / Reuters/ REUTERS
9 / 12

Die Allianz wird mit 2,90 Prozent noch öfter genannt und markiert damit Rang 4.

Foto: Getty Images/ Cover
10 / 12

Rang 3 geht an Siemens. Mit seinen 2,98 Prozent.

Foto: Getty Images
11 / 12

BASF schafft es auf Platz 2. Immerhin 3,17 Prozent der Dax-Chefs haben eine Verbindung zu dem Unternehmen.

Foto: DPA
12 / 12

Am einflussreichsten ist der Aufstellung zufolge Daimler. 4,44 Prozent. Und das bedeutet? In München studieren, erst zu McKinsey und dann zu Daimler gehen - das dürfte eine robuste Strickleiter in höhere Positionen knüpfen.

Foto: DPA