Kleinfeld und die Saudis 500 Milliarden für die Roboterstadt in der Wüste

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Der Ex-Siemens-Manager Klaus Kleinfeld (l.), der zuletzt beim US-Konzern Arconic einen eher unrühmlichen Abgang hinlegte, hatte im Oktober 2017 eine neue Aufgabe übernommen - und die hatte es in sich: Kleinfeld wurde von Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman bin Abdulaziz Al Saud (r.) beauftragt, für das Königreich am Golf dessen Multi-Milliardenprojekt "Neom" zu leiten.

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Mit "Neom" will das Königreich auf einer Fläche von 26.500 Quadratkilometern den modernsten Technologiepark der Welt und eine komplett neue Stadt schaffen. Zum Vergleich: Mecklenburg-Vorpommern kommt von den Bundesländern mit gut 23.000 Quadratkilometern der geplanten Größe "Neoms" am nächsten. Im Frühjahr 2018 wurde zudem mit Ägypten eine Ausweitung des Gebiets auf die Sinai-Insel vereinbart.

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Für "Neom" sind laut Kronprinz Mohammed bin Salman Investitionen von bis zu 500 Milliarden US-Dollar geplant, für die Saudi-Arabien geradestehe. Ein Großteil des Geldes soll vom saudischen Staatsfonds PIF kommen, der sich wesentlich aus den umfangreichen Öleinnahmen des Landes speist. Saudi-Arabien will seine Wirtschaft zwar modernisieren und breiter aufstellen, wozu "Neom" unter anderem beitragen soll. Aktuell verdankt das Land seinen Reichtum jedoch noch zum weitaus größten Teil dem Ölgeschäft. Saudi-Arabien verfügt neben Venezuela über die größten Ölreserven der Welt.

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Vermutlich um zu demonstrieren, wie konkret die Planungen bereits sind, teilte der saudische Thronfolger im Oktober 2017 mit, es sei bereits ein Areal für "Neom" ausgewählt worden. Dieses liege im Nordwesten des Landes am Roten Meer und erstrecke sich auch auf Ägypten und Jordanien. In "Neom" sollen laut dem Thronfolger eigene Gesetze und Steuersätze gelten.

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Für sein "Neom" macht Kronprinz Mohammed seinem Projektleiter Kleinfeld zum Teil radikale Vorgaben. Alle Dienstleistungen und Standardprozesse sollten "zu 100 Prozent automatisiert" sein und "von Robotern ausgeführt" werden. Dies könne dazu führen, dass in der Zukunftsstadt "die Zahl der Roboter die der Menschen übersteige", was "Neom" wiederum zu dem Ort mit dem "wahrscheinlich höchsten Bruttoinlandsprodukt pro Kopf" machen werde, so der Kronprinz.

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