Öl, Gold und Co. Darum schlägt Goldman Sachs bei Rohstoffen Alarm

Die US-Bank Goldman Sachs hat mit Analysen zum Rohstoffsektor schon häufig für Gesprächsstoff gesorgt. Jetzt ist es wieder so weit.
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Verschiedene Rohstoffe haben seit Jahresbeginn eine veritable Rallye hingelegt - doch die US-Bank Goldman Sachs glaubt nicht, dass das von Dauer sein wird.

Der Ölpreis beispielsweise, der sich zuletzt in Richtung 40 Dollar je Barrel merklich erholt hatte, werde auf absehbare Zeit zwischen 20 und 40 Dollar schwanken, so die Bank. Im vergangenen Jahr war Goldman Sachs die erste prominente Adresse, die einen Absturz des Ölpreises auf bis zu 20 Dollar je Barrel vorhersagte.

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Auch auf den Goldpreis, der seit Jahresbeginn um rund 20 Prozent auf etwa 1270 Dollar je Unze gestiegen ist, blickt Goldman Sachs mit einem Preisziel von 1100 Dollar je Unze eher pessimistisch.

Die Preisrückgänge im Rohstoffsektor im Jahr 2015 seien vor allem aufgrund von Deflation, Divergenz und Deleveraging (Entschuldung) erfolgt, schreiben die Analysten der Bank zur Begründung. Beim jetzigen Aufschwung handele es sich um eine Gegenbewegung, die in dieser Geschwindigkeit nicht nachhaltig sei.

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Im vergangenen Jahr habe ein zu großes Angebot und eine schwächelnde Nachfrage die Rohstoffpreise erodieren lassen, so Goldman. Nun gelte es, den Markt neu auszubalancieren - und dabei bestehe die Gefahr instabiler Übertreibungen.

Zuletzt sprang der Preis für Eisenerz merklich an. Goldman Sachs zufolge ist die Entwicklung auf einen Anstieg der Stahlpreise zurückzuführen und kaum von Dauer. Die Stahlknappheit werde bald ausgeglichen, so die Bank. Dann gerate der Erzpreis wieder unter Druck.

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Auch zu Aluminium und Kupfer äußert sich Goldman Sachs. Die Preise für beide Metalle hatten ebenfalls seit Jahresanfang stark angezogen. Nun sei es jedoch an der Zeit, diese Metalle zu "shorten", glauben die Analysten. Sie erwarten in den kommenden zwölf Monaten Preisrückgänge von bis zu 20 Prozent.

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Eine Tonne Kupfer etwa kostete zuletzt knapp 5000 Dollar und damit etwa 14 Prozent mehr als auf dem Tiefpunkt Mitte Januar. Die Tonne Aluminium gibt es zurzeit für etwa 1600 Dollar, womit sie 10 Prozent teurer ist als im Januar. Die Preisziele der Experten von Goldman Sachs für die kommenden zwölf Monate betragen für Kupfer 4000 Dollar je Tonne und für Aluminium 1350 Dollar.

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