Flüsterleiser Verteiler-Lkw Dieser Elektro-Truck soll den Stadtverkehr revolutionieren

Strom statt Diesel, und damit fast lautlos durch die Stadt: Daimlers Ingenieure haben einen elektrisch angetriebenen 26-Tonner entwickelt, der ab 2020 serienreif sein könnte. Was der E-Truck bietet, wie weit er kommt - und wo es noch hapert.
1 / 8

Er ist 3,40 Meter hoch, 10 Meter lang und mit Aufbau 2,60 Meter breit: Das sind die Eckdaten des "urban eTruck", den Daimler im Juli 2016 vorgestellt hat. Noch ist der 26-Tonner ein Versuchsfahrzeug, eine Serienfertigung stellt Daimler ab 2020 in Aussicht. Gedacht ...

Foto: Daimler
2 / 8

... ist ein solches Fahrzeug für den städtischen Verteilerverkehr, erklärte Wolfgang Bernhard, der damalige Chef von Daimlers Nutzfahrzeugsparte, bei der Präsentation in Stuttgart. Der Truck ist flüsterleise und stößt keine Abgase aus, wäre also für smog- und feinstaubgeplagte Innenstädte ideal. Und er kommt mit einer Ladung ganz schön weit ...

Foto: Daimler
3 / 8

... 200 Kilometer soll der E-Truck mit vollgeladenen Lithium-Ionen-Batterien bei voller Zuladung schaffen, verspricht Daimler. Dabei kann der Truck um nur 700 Kilo weniger Nutzlast aufnehmen als ein Diesel-Bruder in der selben Größenklasse. Bei 26 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht fällt das aber nicht so richtig ins Gewicht.

Foto: Daimler
4 / 8

Die Akkus sind zwischen der Vorder- und Hinterachse untergebracht und bieten eine Kapazität von 212 Kilowattstunden. Das ist mehr als doppelt so viel wie zwei Tesla Model S-Elektroautos in der stärksten Version.

Foto: Daimler
5 / 8

Laden lässt sich der Truck per CCS-Schnellladestecker. Die Akkus würden bis zu 150 KwH Ladeleistung verkraften, hieß es bei der Präsentation. Doch realistisch auf der Infrastrukturseite seien in den nächsten Jahren 100 KwH, meinen die Techniker. Damit würde eine Vollladung etwas über zwei Stunden dauern.

Foto: Daimler
6 / 8

Die Camouflage-Lackierung des Trucks hatte einen einzigen Sinn: Das Design noch ein wenig zu verschleiern. Denn das finale Erscheinungsbild des E-Lkw wollten die Daimler-Trucker erst auf der Nutzfahrzeug-IAA im September 2016 präsentieren. Vor der geplanten Serienfertigung muss Daimler noch ein kniffliges Problem lösen.

Foto: Daimler
7 / 8

Zwar sind Lithium-Ionen-Batterien in den vergangenen Jahren deutlich billiger geworden bei gleichzeitiger Leistungssteigerung. Doch noch ist der Truck im Vergleich zu seinen Diesel-Brüdern deutlich zu teuer. Maximal 40 Prozent teurer als ein herkömmlicher Lkw darf der E-Truck sein in der Anschaffung sein, gab Daimler-Obertrucker Bernhard vor. Sonst ...

Foto: Daimler
8 / 8

... rechnet sich das für die Lkw-Kunden nie - und die investieren nur, wenn sie dabei klare Kostenvorteile sehen. Die ersten E-Lkw hat Daimler bereits im Einsatz - als Versuchsflotten mit dem Leicht-Lkw Fuso Canter. Elektrisch angetriebene Langstrecken-Lkw wird es von Daimler jedoch nicht geben. Dafür sei die Batterietechnologie schlicht noch nicht weit genug, sagt Bernhard.

Foto: Daimler
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.