BVB in der Einzelkritik Das ging allen zu schnell

Ein schneller Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang, mehr gelang den Dortmundern nicht. Weil Torhüter Mitch Langerak einmal ungenügend abwehrte, Neven Subotic umherirrte und die Nerven eines Armeniers einmal mehr nicht halten, ging der BVB im Endspiel leer aus.
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Mitch Langerak, Tor: Erhielt erneut den Vorzug vor Weltmeister Roman Weidenfeller, konnte das Vertrauen aber nicht wirklich rechtfertigen. Der Australier sah beim Wolfsburger Ausgleich nicht gut aus, ließ Naldos hart geschossenen Freistoß nach vorne abklatschen, Luiz Gustavo staubte ab. Auch beim 2:1 wirkte Langerak mindestens unglücklich. De Bruyne schoss zwar ansatzlos aus 19 Metern, aber Langerak brauchte sehr lange, um in die Ecke zu tauchen.

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Erik Durm, Abwehr, bis zur 68. Minute: Durfte wie schon in der Bundesliga auf der rechten Abwehrseite beginnen, bekam aber weder Caliguiri noch De Bruyne wirklich in den Griff. Ließ sich viel zu häufig von den Wolfsburgern von seiner Position weglocken, schaffte es fast nie, dem Pressing des VfL mit intelligenten Lösungen zu begegnen.

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Lukasz Piszczek, Abwehr, ab der 68. Minute: Wurde zusammen mit Landsmann Blaszczykowski eingewechselt, um auf der rechten Seite nochmal Druck auszuüben. Machte wenig Fehler - aber auch zu wenig für die notwendige Schlussoffensive.

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Neven Subotic, Abwehr: Lieferte sich einige harte Zweikämpfe mit Dost, musste in einer zentralen Szene aber den Kürzen ziehen: Dost schlich sich in der 38. Minute in Subotic‘ Rücken davon und konnte so freistehend aus vier Metern zum 3:1 einköpfen.

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Mats Hummels, Abwehr: Gab viele Kommandos, dirigierte seine Abwehr. Echte Stabilität konnte der Kapitän der BVB-Defensive trotzdem nicht geben, wurde immer wieder von der Wolfsburger Offensive düpiert. Besonders das Tempo von Caliguri und De Bruyne war für Hummels oft zu hoch. Der Weltmeister musste sich häufig mit Fouls retten.

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Marcel Schmelzer, Abwehr: Kämpfte, wie fast immer, vorbildlich. Zeigte aber, wie fast immer, Schwächen im Eins-gegen-Eins. Stand vor der Flanke von Ivan Perisic, die zum 3:1 führte, viel zu weit weg von seinem Gegenspieler. Hatte zudem immer wieder Probleme, wenn De Bruyne auf seine Seite auswich. Insgesamt eine schwache Partie.

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Ilkay Gündogan, Mittelfeld: Wurde ständig von Wolfsburgs Umschaltspiel überrannt, kam kaum in die entscheidenden Zweikämpfe und wenn, dann verlor er sie. Wirkte auch als Tempogestalter überfordert, schaffte nur wenige gute, öffnende Pässe. Hatte sich seinen Abschied vom BVB wohl anders vorgestellt.

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Sebastian Kehl, Mittelfeld, bis zur 68. Minute: Der ehemalige Kapitän konnte in seinem letzten Profispiel nur wenig Ruhe ins BVB-Spiel bringen. Die schnellen Wolfsburger Konter ließen ihn zu oft konsterniert zurück, hatte zudem lediglich in der ersten Viertelstunde echten Zugriff auf Wolfsburgs genialen Schlüsselspieler De Bruyne. Wurde nach 68. Minuten in die Fußballrente verabschiedet.

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Jakub Blaszczykowski, Mittelfeld, ab der 68. Minute: Kam rund zwanzig Minuten vor Schluss ins Spiel, konnte dem BVB-Angriff aber kaum neue Impulse geben. Lief sich oft fest oder verlor seine Dribblings.

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Henrich Mchitarjan, Mittelfeld: Der Armenier bleibt das größte Rätsel im BVB-Kader. Trumpfte in den letzten Spielen der abgelaufenen Saison zwar groß auf, tauchte dafür im Pokalfinale vollständig ab. Sobald Druck auf ihm lastet, scheint Mchitarjan nicht mehr zu funktionieren. Es wird eine der größten Herausforderungen für Thomas Tuchel, diesem Ausnahmefußballer mentale Stärke einzubläuen.

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Shinji Kagawa, Mittelfeld: Der kleine Japaner, der nach seinem Wechsel aus England Monate brauchte, um wieder einigermaßen in Form zu kommen, schockierte die Wolfsburger bereits nach knapp fünf Minuten. Seine Flanke von der halbrechten Seite fiel punktgenau auf Aubameyangs Fuß, der so das Führungstor erzielte. Berlin und der DFB-Pokal scheinen Kagawa zu liegen. Bereits 2012 schockte er Bayern München im Endspiel, als er nach drei Minuten zur Führung traf. Damals wie heute machte der Ex-Spieler von Manchester United ein starkes Spiel. Hätte gegen Wolfsburg mit seiner zweiten Flanke beinahe für eine Vorentscheidung gesorgt, aber Marco Reus schaufelte den Ball über die Latte. In der zweiten Halbzeit traf er zudem den Außenpfosten.

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Marco Reus, Mittelfeld, bis zur 79. Minute: Hätte in der 15. Minute das 2:0 erzielen müssen, verzog den Ball nach einer tollen Flanke von Kagawa aber völlig. War trotzdem ein Aktivposten im Dortmunder Offensivspiel und konnte als einer der wenigen zumindest ein paar Mal die Grundordnung der Wolfsburger Defensive auseinander hebeln. Aber auch seine ordentliche Leistung konnte ihn nicht von seinem Finalfluch befreien: Reus verlor bereits das dritte Endspiel seiner Karriere.

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Ciro Immobile, Angriff, ab der 79. Minute: Wurde rund zehn Minuten vor dem Ende eingewechselt und wurde sofort zu dem, was er die gesamte abgelaufene Saison über war: Ein Fremdkörper.

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Pierre-Emerick Aubameyang, Angriff: Zeigt im Gegenpressing und Kombinationsspiel immer noch große Schwächen, aber seine Abschlussqualitäten und sein Antritt sind echte Waffen. Der Gabuner konnte bereits nach fünf Minuten eine Flanke von Kagawa per Volleyabnahme zum Führungstreffer nutzen. Hätte in der 44. Minute auch den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielen müssen, wurde aber von Rodriguez elfmeterreif gefoult.

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