Brexit-Debatte Don't EU ever leave us

Benedict Cumberbatch, Keira Knightley, John le Carré und Vivienne Westwood: Fast 300 britische Schauspieler, Schriftsteller und Künstler plädieren für den Verbleib ihres Landes in der EU.
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Showdown auf der Themse: Die spektakulärste Aktion rund um die Brexit-Frage geht auf Bob Geldof und sein Team der EU-Befürworter zurück. Sie stellten sich in Booten dem Brexit-Lager um Ukip-Anführer Nigel Farage entgegen. Viele Prominente haben sich in den vergangenen Wochen gegen einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ausgesprochen.

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Unter den Anhängern der #remain-Kampagne ist etwa Oscar-Preisträgerin Helen Mirren. "Ich stimme dafür zu bleiben", sagte die 70-jährige Britin wenige Tage vor dem historischen Referendum am 23. Juni. Die Frage auf den Stimmzetteln lautet übrigens: "Sollte das Vereinigte Königreich ein Mitglied der Europäischen Union bleiben oder die Europäische Union verlassen?"

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James-Bond-Darsteller Daniel Craig wird dann das Feld "Bleiben" (englisch: remain) ankreuzen. Er bezog mit einem T-Shirt bereits Stellung: "Kein Mann ist eine Insel, kein Land steht für sich allein" und "Stimmt für 'Bleiben' am 23. Juni" stand darauf. Das Bild dazu wurde auf der Instagram-Seite des Künstlers Wolfgang Tillmans veröffentlicht, Premierminister David Cameron teilte es bei Twitter mit seinen etwa 1,5 Millionen Followern.

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Fußballstar David Beckham teilte ebenfalls über seine Social-Media-Kanäle mit, auf welcher Seite er steht: "Wir leben in einer dynamischen und verbundenen Welt, in der wir gemeinsam als Volk stark sind", schrieb der 41-Jährige auf seiner Facebook-Seite. Ähnlich sieht das seine Frau ...

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Remain, was sonst: Die Brexit-Befürworter hätten 20 Jahre alte Zitate von ihr benutzt und versucht, sie für ihre Kampagne einzusetzen, schrieb das Ex-Spice-Girl Victoria Beckham in einem wütenden Instagram-Post. Damals hatte sie sich EU-kritisch geäußert; das stand aber offensichtlich nicht im Zusammenhang mit der aktuellen Brexit-Kampagne. "Ich glaube an mein Land, ich glaube an eine Zukunft für meine Kinder, in der wir zusammen stärker sind", schrieb sie nun. "Ich unterstütze die #remain-Kampagne."

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Geht es noch deutlicher? Oh ja. Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling twitterte: "Ich kenne mich nicht mit vielen Dingen aus. Aber ich weiß, wie man ein Monster erschafft." Ihr Voldemort-Brexit-Vergleich zielt jedoch nicht auf die künftige Situation des Landes ohne EU-Anschluss ab. Die Debatte darum im Vorfeld sei eine der bittersten und unversöhnlichsten gewesen, die Großbritannien je gesehen habe, erklärte sie in einem Essay. Monster verstünden es eben, die Ängste der Menschen gegen sie zu verwenden.

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Viele britische Prominente haben inzwischen in der Frage "Should we stay or should we go?" Stellung bezogen, wie auch die Schauspielerin Keira Knightley. Auch sie ist dem #remain-Lager zuzurechnen.

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Genauso wie Moderator John Oliver, der zwar nach eigenen Angaben in Großbritannien nahezu unbekannt ist, in den USA aber die Show "Last Week Tonight" groß gemacht hat. In der letzten Folge vor der Brexit-Abstimmung witzelte Oliver: "Stellen wir uns die EU wie den Körper von Gérard Depardieu vor. Ein unförmiges Gebilde, das Quelle großer Verwirrung ist. Aber diesen europäischen Körper zu verlassen, würde eine enorme Destabilisierung bedeuten. Deswegen wäre zu erwarten, dass die Brexit-Befürworter wirklich gute Argumente dafür haben. Leider sind die meisten davon kompletter Scheiß."

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Schönere Worte findet der "Sherlock"-Darsteller Benedict Cumberbatch. Die Insel sei nicht nur stärker in Europa, sie bleibe auch einfallsreicher, wenn der Brexit abgewendet werde, heißt es in einem Brief von mehr als 300 Prominenten, den er auch unterschrieb.

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In dem Papier heißt es weiter: "Unser weltweiter kreativer Erfolg würde erheblich geschwächt, wenn wir weglaufen." Dem schloss sich auch Modeschöpferin Vivienne Westwood an.

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Die Lyrikerin Carol Ann Duffy unterzeichnete den Brief ebenso wie...

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... der Regisseur Danny Boyle.

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Auch Schauspielerin Helena Bonham Carter schloss sich dem Aufruf zum Verbleib in der EU an. Doch trotzdem scheint der Ausgang bis kurz vorher noch völlig offen: Im Schnitt der letzten sechs Umfragen lagen "Leave" und "Remain" bei je 50 Prozent.

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Bei einem Brexit würde Großbritannien zu einem Außenseiter in Europa, warnt Bestsellerautor John le Carré.

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Dabei sind es nicht nur Künstler, die sich für einen Verbleib einsetzen, sondern auch Wissenschaftler. Der britische Astrophysiker Stephen Hawking etwa warnte seine Landsleute: "Die Zeiten sind vorbei, in denen wir noch alleine gegen die Welt bestehen konnten", sagte Hawking dem britischen Fernsehsender ITV. "Wir müssen Teil einer größeren Gruppe von Nationen sein." Für Wissenschaftler wie ihn sei der Austausch innerhalb der EU wichtig, ebenso die Forschungsförderung, sagte er. Großbritannien ist nach Deutschland der zweitgrößte Empfänger von Geldern aus der EU-Forschungsförderung.

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Doch es gibt sie natürlich auch unter den Prominenten, die "BeLeavers": Beispielsweise Wikileaks-Gründer Julian Assange. Er befürworte den Brexit, sagte Assange in einem Interview mit ITV. Warum? Die Regierung von David Cameron habe sich bei unangenehmen politischen Manövern zu häufig hinter der EU versteckt.

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Schauspieler Sir Michael Caine argumentiert, die EU habe sich zu sehr von den Bürgern entfernt. "Wir sollten rausgehen. Du kannst dein Leben nicht von Tausenden Beamten diktieren lassen", sagte der Unterstützer der "Vote Leave"-Kampagne.

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"Die EU-Mitgliedschaft bedeutet unbegrenzte Einwanderung", behauptet Schauspielerin Liz Hurley. Sie wirbt via Twitter und Instagram für den Brexit.

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Ex-Fußballnationalspieler Sol Campbell nennt sportliche Gründe für den Brexit: "Wir haben in der Premier League Teams voller mittelmäßiger ausländischer Spieler, insbesondere aus Europa, die die jungen britischen Talente verdrängen. Wenn wir mehr englische Stars sehen wollen, müssen wir die Kontrolle zurückgewinnen und für den EU-Austritt stimmen."

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Noch ein Brexit-Anhänger: Michael Dobbs, konservatives Oberhausmitglied, das die literarische Vorlage für die BBC-Serie "House of Cards" lieferte, sagte, die künstlerische Stärke Großbritanniens liege nicht an der EU.

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