Möbel statt Braunkohle Die größten Unternehmen in Brandenburg

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Brandenburg war nie wirtschaftliches Machtzentrum - nur politisch als Sitz der Preußenkönige. Dank der Lage rund um Berlin ist das Land aber stärker gewachsen als andere Ost-Länder. An der Peripherie gibt es auch wichtige Energieunternehmen. Konzernzentralen fehlen jedoch auch hier.

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Die Edis AG mit Sitz in Fürstenwalde, ein regionaler Stromversorger, kann sich mit 2,7 Milliarden Euro Umsatz für 2018 größtes Unternehmen in Brandenburg nennen. Regie jedoch führt der Zwei-Drittel-Eigentümer Eon im fernen Düsseldorf. Den Rest der Anteile halten Kommunen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

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Auf 2,1 Milliarden Euro kommt die PCK-Raffinerie in Schwedt an der Oder, wo die Ölleitung "Druschba" aus Russland endet. Das Unternehmen, das einen Großteil Deutschlands mit Treibstoff versorgt, gehört mehrheitlich dem russischen Konzern Rosneft, in Partnerschaft mit den West-Multis Shell und Eni.

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2,1 Milliarden Euro weist die Lausitz Energie Kraftwerke AG aus Cottbus aus - bekannt als Betreiber der großen Braunkohlekraftwerke im Lausitzer Revier, deren Ende bereits beschlossen ist (was einen weiteren Umbruch für die Region bedeutet). Der frühere schwedische Eigentümer Vattenfall hatte das Geschäft schon vor Jahren aufgegeben, die tschechische EPH-Holding sah zu der Zeit noch Zukunft für die deutsche Braunkohle.

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In Schönefeld am Rand Berlins sitzt die Krieger-Gruppe, die einer verschwiegenen Berliner Familie gehört und vor allem die Höffner-Möbelmärkte betreibt. Aktuelle Zahlen sind nicht verfügbar, zuletzt schätzte die Gewerkschaft Verdi das Unternehmen auf 2 Milliarden Euro Jahresumsatz. Seit der Übernahme der Paderborner Kette Finke Ende 2018 dürfte es noch etwas mehr sein.

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Rolls-Royce Deutschland in Dahlewitz südlich von Berlin baut Flugzeugtriebwerke für 1,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist jedoch nur eine Landesgesellschaft des britischen Konzerns Rolls-Royce, nicht zu verwechseln mit der Luxusautomarke von BMW.

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Ähnlich ist es in Eisenhüttenstadt: Das Stahlwerk mit 1,4 Milliarden Euro Umsatz sorgt für wichtige industrielle Substanz in der brandenburgischen Grenzregion zu Polen. Eigenständige strategische Entscheidungen betreffen jedoch höchstens die Werksanlagen: Die frühere EKO Stahl, eines der großen DDR-Kombinate, gehört der Luxemburger ArcelorMittal - dem weltgrößten Stahlhersteller.

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Nahe der Schwedter Raffinerie sitzt mit der Papierfabrik Georg Leinfelder noch ein starkes Familienunternehmen mit einem Geschäftsvolumen von 850 Millionen Euro. Das Schwedter Werk wurde 2016 vom finnischen UPM-Konzern gekauft und aufwändig ausgebaut. Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck als Aufsichtsratschef steht für die Brandenburger Identität. So richtig zu Hause fühlt sich Leinfelder trotz des in Schwedt gewählten Firmensitzes aber im oberbayerischen Schrobenhausen.

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