"Sadistische Krankenschwester", "Halbkenianer", "W*****r" So lästert Britanniens neuer Chefdiplomat Boris Johnson über Top-Politiker aus anderen Ländern ab

Außenminister brauchen gute Manieren und diplomatisches Geschick? Boris Johnson, künftig zuständig für Londons internationale Beziehungen, verfügt über beides eher nicht. Lieber beleidigt er andere Staaten und deren Vertreter.
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Der neue britische Außenminister Boris Johnson teilt gern aus - auch gegen ausländische Staatslenker und ihre Länder. Hier ein paar drastische Beispiele.

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Barack Obama, der "Halbkenianer"

Als Obama US-Präsident wurde und gleichzeitig eine Büste des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill aus dem Weißen Haus verschwand, stellte Johnson gegenüber der Boulevardzeitung "The Sun" auf Obamas Abstammung ab: "Mancher sagt, die Aktion war ein Indiz für die angestammte Abneigung des halbkenianischen Präsidenten gegenüber dem britischen Königreich."

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Hillary Clinton, die "sadistische Krankenschwester"

Im "Telegraph" schrieb Johnson 2007: "Sie hat gefärbtes blondes Haar und Schmolllippen, und einen blauen, stählernen Blick - wie eine sadistische Krankenschwester in einer psychiatrischen Anstalt."

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Donald Trump, ein Grund nicht nach New York zu fahren

Als Trump sich über das angeblich "radikalisierte" London mokierte, entgegnete Ex-Bürgermeister Johnson: "Der einzige Grund weshalb ich bestimmte Gegenden in New York nicht aufsuchen würde, ist, weil es dort ein echtes Risiko gibt, Donald Trump zu treffen."

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Recep Tayyip Erdogan, der W*****r

In einem offenbar von Jan Böhmermann inspirierten Gedichtwettbewerb zu Erdogan, textete Johnson (sicherheitshalber übernehmen wir hier das englisch Original): "There was a young fellow from Ankara, Who was a terrific wankerer. Till he sowed his wild oats, With the help of a goat, But he didn't even stop to thankera."

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Wladimir Putin, der Unmoralische

Im Zusammenhang mit dem Syrien-Krieg sagte Johnson, es sei "moralisch unmöglich", mit Putin und dem syrischen Machthaber Assad gegen den Islamischen Staat zu kämpfen. Wie er über Putin denkt? Johnson: "Mal abgesehen davon, dass er aussieht wie Dobby der Hauself [aus Harry Potter, Anm. d. Red.], ist er ein gewissenloser und manipulativer Tyrann."

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George W. Bush, der schielende Kriegstreiber

Für Johnson ist der ehemalige US-Präsident ein "schielender Kriegstreiber, nicht gewählt, unartikuliert, der die Arroganz der amerikanischen Außenpolitik verkörpert".

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China, gut im Pingpong

Als die olympische Flagge 2008 von China an Großbritannien übergeben wurde, fiel Johnson nicht viel Gutes zu dem Land ein: "Fast jede Sportart wurde von den Briten erfunden. Und das sage ich mit Respekt gegenüber den Chinesen, die so wunderbar Ping Pong spielen. Das Spiel wurde allerdings im 19. Jahrhundert auf britischen Esstischen erfunden und Wiff Waff genannt."

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Papua Neuguinea, bekannt für Kannibalismus und Morde an Häuptlingen

In seiner Telegraph-Kolumne beleidigte er 2006 das asiatische Land: "Seit zehn Jahren haben wir uns in der konservativen Partei an Kannibalismus-Orgien und Häuptlingstötungen wie in Papua Neuguinea gewöhnt. Später sagte Johnson, er füge Papua Neuguinea gern der Liste von Ländern hinzu, bei denen er sich entschuldigen müsse.

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Europäische Union, wie Hitler und Napoleon

Weniger überraschend, drosch Johnson immer wieder auf die EU ein. Deren Handelspolitik und Einheitsstreben verglich er mit dem Expansionsdrang von Despoten. "Napoleon, Hitler und viele andere haben das ausprobiert, und jedes Mal endete es tragisch."

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Jean-Marc Ayrault: Johnson ist ein Lügner

Kein Wunder, dass so viel verbaler Sprengstoff hier und da einen Gegenschlag provoziert. Der französische Außenminister nannte Johnson kürzlich einen "Lügner". Als neuer britischer Außenminister dürfte Johnson nun einen Gutteil seiner Zeit dafür aufbringen, alte Wunden zu schließen. Oder kippt er doch weiter Salz hinein?

Foto: ALAIN JOCARD/ AFP
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