Boris Becker Up and down, up and down

Es ist ein ständiges Auf und Ab: Boris Becker war als jüngster Wimbledon-Champion früh ganz oben. Negativschlagzeilen über Privates und Geschäftliches kratzten am Image.
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Am 7. Juli 1985 wurde Boris Becker schlagartig zum deutschen Sporthelden - durch seinen Wimbledon-Sieg im Alter von 17 Jahren. Er besiegte im Finale den Südafrikaner Kevin Curren 6:3, 6:7, 7:6, 6:4. Es war der Beginn einer unglaublich erfolgreichen Tenniskarriere.

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Auf dem Tennisplatz feierte Becker zahlreiche Triumphe. Nach seinem Sieg bei den Australian Open 1991 wurde er die Nummer eins der Weltrangliste. Ein Jahr später gewann Becker zusammen mit Michael Stich Olympiagold in Barcelona. 1988 hatte er mit dem deutschen Team erstmals den Davis Cup geholt.

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Beckers aktive Karriere endete dort, wo sie einst so furios begann: auf dem Centre Court in Wimbledon, seinem "Wohnzimmer". Am 1. Juli 1999 verlor er sein Achtelfinal-Match gegen den Australier Patrick Rafter 3:6, 2:6, 3:6 - Beckers letztes Spiel. Allein an Preisgeld hatte er in seiner Karriere mehr als 25 Millionen Dollar verdient. Abseits des Platzes sollte er in den folgenden Jahren weniger Erfolge feiern.

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Privates Glück: Im Dezember 1993 heiratete Becker seine Frau Barbara. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, die Söhne Noah Gabriel (Jahrgang 1994) und Elias Balthasar (1999).

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Doch die Ehe hielt nur gut sieben Jahre. Im Januar 2001 wurden Boris und Barbara Becker in München geschieden. Die Scheidung soll ihn laut "Bild"-Zeitung rund 15 Millionen Euro gekostet haben soll.

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Im Sommer 1999 hatte Becker seine schwangere Frau mit Angela Ermakova betrogen. Bei der kurzen Affäre zeugte er die uneheliche Tochter Anna (Jahrgang 2000), was Becker zunächst bestritt, nach einem Vaterschaftstest jedoch zugab: "Ich übernehme die Verantwortung und werde für die kleine Anna sorgen." Hier sind Mutter und Tochter im März 2007 bei einer Schönheitsmesse in Düsseldorf zu sehen.

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Als Werbefigur war Becker schon während seiner Tenniskarriere begehrt. Und auch danach erhielt er diverse Verträge. Kultstatus erlangte sein AOL-Spot. "Häh, bin ich da schon drin, oder was?" - "Ich bin drin!" - "Das ist ja einfach!"

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Das Landgericht München verurteilte Becker im Oktober 2002 wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 1,7 Millionen Euro zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Nach Auffassung des Gerichts hatte Becker in den Jahren 1991 bis 1993 zwar offiziell seinen Wohnsitz im Steuerparadies Monaco, tatsächlich habe er aber seinen Lebensmittelpunkt in München gehabt. Zudem wurde er zu einer Geldstrafe von 300.000 Euro verurteilt, außerdem sollte Becker 200.000 Euro Geldbuße als Bewährungsauflage an verschiedene karitative Einrichtungen zahlen.

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Wenig erfolgreich verlief Beckers Beteiligung am Internetportal Sportgate, das 2001 Insolvenz anmelden musste. Der Insolvenzverwalter forderte daraufhin 1,5 Millionen Euro von Becker. Das Oberlandesgericht München verurteilte ihn schließlich zu einer Zahlung von 108.000 Euro.

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Mehrere Jahre lang war die Tennislegende Werbeträger von PokerStars.de, einer Onlineplattform für Pokerspieler. Becker nahm auch an Profiturnieren teil. Insgesamt soll er mehr als 100.000 Dollar an Preisgeld gewonnen haben.

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Bis ins erste Quartal 2017 gehörten Becker drei Mercedes-Autohäuser in Mecklenburg-Vorpommern. Das Geschäft lief wohl nicht immer nach Wunsch. In der Bilanz für 2012 stand ein Minus von 208.083,84 Euro. Inzwischen hat eine größere regionale Händlerkette die Häuser an den Standorten Stralsund, Ribnitz-Damgarten und Greifswald übernommen.

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Beckers Finca Son Coll in der Nähe von Arta auf Mallorca: Die Immobilie brachte ihm viel Ärger, wäre schon mal fast zwangsversteigert worden. Medienberichten zufolge ist dort zwischenzeitlich ein Hausbesetzer eingezogen.

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Becker und die Frauen: 2008 war er für 83 Tage mit Sandy Meyer-Wölden verlobt, dann kam es zur Trennung. Zuvor hatte er einige kurze Beziehungen, unter anderem mit Sabrina Setlur.

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2009 heiratete Becker die Niederländerin Lilly Kerssenberg. Das Paar bekam 2010 den Sohn Amadeus. Kürzlich gab das Paar seine Trennung bekannt.

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Am Tiefpunkt dürfte Beckers Ansehen in Deutschland wohl 2013 gewesen sein. Im Zusammenhang mit seiner zweiten Autobiografie "Das Leben ist kein Spiel" war von einer "deutschen Tragödie" und von "Selbstdemontage" die Rede. Später bezeichnete Becker das Werk im SPIEGEL als Fehler. Zu allem Überfluss lieferte sich Becker auch noch einen Twitter-Zoff mit Oliver Pocher, der in einer Art TV-Duell mündete - peinliche Bilder mit Fliegenklatschen-Schlappohren inklusive. "Natürlich weiß ich: Nicht jeder meiner Auftritte, zum Beispiel im deutschen Fernsehen, war gut. Einige waren nicht so gut", sagte Becker später.

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Dieser Job brachte Becker eine Menge Anerkennung zurück: Als Trainer von Novak Djokovic strafte er alle Skeptiker Lügen. Der Serbe gewann 2016 erstmals die French Open, hielt damit alle vier Grand-Slam-Titel gleichzeitig und war unangefochten die Nummer eins. Die Zusammenarbeit ist inzwischen beendet.

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Becker arbeitete als Kommentator für den TV-Sender Eurosport. In diesem Job hatte er zuvor bereits langjährige Erfahrung bei der BBC gesammelt. Als Fernsehexperte überzeugte Becker mit klugen Analysen.

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Im Juni 2017 erklärte ein Londoner Gericht Becker für insolvent. Das Verfahren läuft weiter - kürzlich wurde bekannt, dass sich Becker auf seine diplomatische Immunität berufen will, um es zu beenden. Er ist seit April 2018 Sport- und Kulturattaché der Zentralafrikanischen Republik. "Es ist falsch, dass ich pleite bin", sagte er im November 2017 der "Neuen Zürcher Zeitung."

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