Borgward, Geely und Co. So startet China die nächste Angriffswelle auf deutsche Autobauer

Lange haben Autoexperten mit einem Angriff chinesischer Hersteller in Europa gerechnet - nun rollt er offenbar an. Wir zeigen die Firmen, die es mit Volkswagen und Co. aufnehmen.
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Borgward: Hinter der bekannten deutschen Marke steht der chinesische Konzern Beiqi Foton Motor (Peking) als Hauptanteilseigner. Borgward ist für den Nutzfahrzeug-Hersteller eine Art Eintrittskarte für den europäischen Markt. In Bremen baut Borgward ein Montagewerk, wo zunächst bis zu 10.000 Wagen im Jahr zusammengeschraubt werden. Die Fertigteile kommen aus der Volksrepublik. Wagen wie der BX7 (Foto) sollen die Kunden mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis überzeugen und auch als Elektro-Variante gebaut werden.

Foto: Borgward
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Aufsichtsratsvorsitzender bei Borgward ist Christian Borgward, Enkel des Firmengründers Carl F. W. Borgward. Borgward-Vorstandschef ist der ehemalige Daimler-Manager Ulrich Walker.

Foto: Borgward Ag / Handout/ picture alliance / dpa
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Lynk & Co (Geely): In Berlin hat der Geely-Konzern aus Hangzhou jüngst seine neue Marke für den Weltmarkt präsentiert. Die Wagen sollen voll digitalisiert sein und über eine Art Carsharing-Schalter verfügen.

Foto: AFP
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Geely-Chefstratege für Lynk ist ein alter Bekannter aus Europa: Alain Visser. Der Ex-Opel-Vertriebschef will mit Lynk&Co junge Autofahrer in der westlichen Welt ansprechen, denen der Besitz eines Wagens nicht mehr so wichtig ist. Damit grenzen sich die Chinesen stark von traditionellen Herstellern wie Volkswagen ab, bei denen dieser Gedanke noch keine starken, konkreten Geschäftsmodelle hervorgebracht hat.

Foto: LYNK & CO/ David Cheskin
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Geely hat vor sechs Jahren den schwedischen Hersteller Volvo übernommen und nutzt für seine weltweite Expansion dessen Know-How für gemeinsame Plattformen. Auch Extras wie die Lieferung von Paketen in den Kofferraum stammen von Volvo.

Foto: Volvo
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BYD: Ohne eine westliche Marke versucht BYD sein Glück auf dem Weltmarkt. Die von Starinvestor Warren Buffett gestützte Firma aus Shenzen vertreibt ihr Elektro-Modell e6 bisher eher verhalten, etwa als Taxi.

Foto: © Siu Chiu / Reuters/ REUTERS
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Doch die Expansion nach Westen schreitet bei größeren Fahrzeugen bereits voran. So baut BYD eine Fabrik für Elektrobusse in Ungarn und erweitert die Bus- und Lkw-Fertigung in Kalifornien.

Foto: picture alliance / Photoshot
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Great Wall: Der Hersteller aus Baoding ist der erste chinesische Hersteller, der ein Montagewerk in der EU errichtet hat - 2012 in Bulgarien. 2013 wurden dort 2000 Fahrzeuge hergestellt, langfristig sollen es 50.000 im Jahr werden. Im hessischen Dietzenbach hat Great Wall gerade ein Grundstück für ein Forschungs- und Entwicklungszentrum gekauft.

Foto: REUTERS
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Unternehmenschef Wei Jianjun will - wie die anderen chinesischen Hersteller - um jeden Preis vermeiden, dass Autos chinesischer Konzerne wieder wegen Qualitätsproblemen ins Gerede kommen...

Foto: Bloomberg via Getty Images
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...wie 2007, als ein Brilliance im Crashtest versagte.

Foto: AFP / ADAC
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