Boeing stellt 747 in Frage Nun steht auch der Jumbo-Jet offiziell vor dem Aus

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Es ist keine leichte Zeit für die Riesenflieger: Spekulationen um ein bevorstehendes Aus des Airbus A380 machen schon seit einiger Zeit die Runde. Nun trifft es womöglich auch den Jumbo-Jet von Boeing. In einer Mitteilung an die US-Finanzaufsicht SEC schreibt der Hersteller: Es sei "denkbar, dass wir entscheiden könnten, die Produktion der 747 zu beenden".

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Damit hat Boeing das mögliche Ende des Flaggschiffs erstmals offiziell in Aussicht gestellt. Hintergrund ist der Trend in der Luftfahrtbranche, auch auf Langstrecken eher Maschinen mit nur zwei Triebwerken einzusetzen, die weniger Treibstoff verbrauchen.

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Die Boeing 747 ist bereits ein Klassiker der Luftfahrt, der seit fast 50 Jahren unterwegs ist. Inzwischen werden von Fluggesellschaften aber kaum noch neue Jumbo-Jets geordert.

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Das Ende des Riesenfliegers wäre nicht ohne Ironie: Durch seine Vorreiterrolle wurde das Fliegen erst richtig zum Massenmarkt, was die Entwicklung der effizienteren Maschinen überhaupt erst möglich machte, die nun seinen Platz einnehmen.

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Nicht nur der Jumbo-Jet sondern auch der A380, Riesenflieger aus dem Hause Airbus, blickt einer ungewissen Zukunft entgegen. Ursprünglich sollte mit diesem Flugzeug die europäische Luftfahrt in eine neue Dimension starten. Mehr Platz für Passagiere und Fracht und deutlich geringere Kosten - so das Ziel schon in den 80er-Jahren.

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Das mit den Kosten ging von Anfang an jedoch gründlich schief. Beim Bau der ersten Maschinen gab es zahlreiche Probleme - unter anderem mit der Verkabelung. Das 15-Milliarden-Euro-Programm lief aus dem Ruder und ließ den Börsenkurs von der damaligen Airbus-Mutter EADS abstürzen.

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Trotz aller Schwierigkeiten hoben die ersten Riesenflieger schließlich ab (im Bild ein A380 vor Beginn der Serienfertigung).

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2008 ist es so weit: Der beste Airbus-Kunde Emirates übernimmt in Hamburg den ersten A380. Bis heute ist Emirates wichtigster Abnehmer des Riesenflieger, hat schon 81 Maschinen in der Flotte und weitere 61 geordert.

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Die Fachwelt staunt und wundert sich über das Ausmaß an Luxus an Bord. Es gibt unter anderem eine opulente Bar...

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Die Airline Qatar will mit einer First Class Lounge punkten...

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... und Singapore Airlines glänzt mit verschwenderischen Suiten.

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Auch die Lufthansa nimmt den Riesenflieger schließlich in ihren Reihen auf - derzeit verfügt sie über 14 Exemplare.

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Doch auch nach den ersten Auslieferungen läuft es nicht rund beim A380: Die erhofften Bestellungen bleiben aus. Fluggesellschaften wie Emirates kritisieren die zu durstigen Triebwerke. In den vergangenen Jahren wurden beinahe keine neuen Maschinen mehr in Auftrag gegeben.

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Und so bleibt der A380 für Airbus wie auch für viele Fluggesellschaften derzeit vor allem eins: ein teures Aushängeschild. Mehr als 1000 Maschinen wollte das Unternehmen in 20 Jahren verkaufen. Zur Halbzeit sind es bislang nur 319.

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Lediglich 126 A380 befinden sich derzeit noch im Orderbuch von Airbus. Auf die Maschinen werden einige Fluglinien wohl länger warten müssen als gedacht: Airbus gab kürzlich bekannt, dass die Produktion auf zwölf Flugzeuge pro Jahr mehr als halbiert wird.

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Damit steht die Zukunft des Airbus-Flaggschiffs erst recht in den Sternen: 30 A380 pro Jahr gilt als Produktionsstückzahl, ab der das Unternehmen mit dem Flugzeug Gewinn erzielt. Bei zwölf Maschinen in zwölf Monaten dürften also Verluste gemacht werden. Kaum vorstellbar, dass das Airbus-Management das auf Dauer tolerieren wird.
Hier sehen Sie, welche Airlines derzeit die meisten A380 in der Flotte haben.

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