Car Wars Wie Porsche, Audi, Daimler und BMW die neuen Angreifer abwehren wollen

Das Autoland Kalifornien attackiert mit Batteriepower (Tesla) und Software-Knowhow (Google). Wie die etablierten Autohersteller reagieren.
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Grenzbereich: Das Autoland Kalifornien attackiert mit Batteriepower (Tesla, links neben Mercedes) und Software-Know-how (Google, rechts neben BMW).

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Tesla und die halbe Million: Für 2015 plant Tesla-Chef Musk das Model X (Foto), für 2017 eine Limousine ähnlich wie der 3er von BMW. Dann soll eine eigene Batteriefabrik in Betrieb gehen – und Akkus für eine halbe Million Teslas jährlich liefern.

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BMW: Die i-Linie Seit Ende 2013 verkauft BMW den i3: rein batteriebetrieben und mit Carbonkarosserie.

Schwenk auf Alu: Rund drei Milliarden Euro investierte BMW-Chef Norbert Reithofer, den Sportwagen i8 inklusive, in das Project i. Die Kapazität begrenzt den Erfolg: viel mehr als 20000 i3 schafft das Werk in Leipzig 2014 nicht. Die Carbonfertigung läuft noch zu langsam. Auch deshalb möchte eine Vorstandsfraktion von Kohlenstoff auf Aluminium wechseln. Doch der i3 soll Innovationsikone bleiben. Dafür stehen auch das Carbon – und der (mächtigere) Rest des Vorstands.

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Mercedes: Mehr als Smart Daimler-Chef Dieter Zetsche fährt mehrgleisig. Er bietet den Elektro-Smart an, will 2017 zehn Modelle als Plug-in-Hybrid im Handel haben und hält auch an der Brennstoffzelle fest.

Jetzt auch ein Tesla-Fighter Zetsche fehlt ein Rivale für Teslas in den USA extrem erfolgreiches (Luxus)- Model S. Der Vorstand diskutiert deshalb eine auf mehr als 400 Kilometer Reich - weite ausgelegte Elektrolimousine. Die benötigte Batterie passt jedoch nicht in die aktuelle Mercedes-Architektur. Vor 2021 werde es daher nichts mit dem Tesla- Fighter, fürchten Stuttgarter Skeptiker.

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Audi: Das Ende der Zurückhaltung Volksswagens Premiumtochter scheute die hohen Kosten für ökologische Antriebe und zögerte lange, während die Konkurrenz marschierte.

Dreimal Elektro: Audi-Chef Rupert Stadler startet nun eine Elektrooffensive. Losgehen soll es mit einer auf Tesla-Reichweite verbesserten Kleinserie des Ende 2012 zunächst eingestellten Sportwagens R8 e-tron. Es folgen ein an VWs e-Golf angelehnter Ableger des A3 und dann der eigentliche Tesla-Rivale: 2018, vielleicht schon 2017, will Stadler ein großes SUV Coupé mit Batterieantrieb gegen Musks Model X positionieren. Probleme mit dem Akkuu könnten den Start jedoch verzögern.

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Porsche: Die Aufgabenteilung Audi gegen Model X, Porsche gegen Model S. Die Mächtigen des Volkswagen- Konzerns teilen sich den Kampf gegen den Angreifer aus Kalifornien.

Kleiner Panamera aus Stuttgart: Porsche-Chef Matthias Müller (61) arbeitet schon länger an einem Batteriemodell. Gegen Tesla aufbieten will er indes nicht den bislang favorisierten Elektro-Boxster, sondern einen Viersitzer. Wegen der erforderlichen Batteriegröße werde das Modell, vermutlich eine kleine Version der Limousine Panamera, nicht auf eine der aktuellen Konzernarchitekturen aufgesetzt, heißt es in Stuttgart. Auf den Markt kommen wird das Auto nicht vor 2018.

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