Blick in die Karten von Blackrock Bei diesen Aktien erwartet der weltgrößte Investor fallende Kurse

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Der mit knapp fünf Billionen Dollar verwaltetem Vermögen weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock äußert sich in einem aktuellen Kommentar optimistisch zu den Aussichten an den europäischen Börsen. Aus der Risikoaversion der Anleger zu Beginn des Jahres sei eine Risikofreude geworden, schreibt der leitende Kapitalmarktstratege Martin Lück. Die gegenüber US-Aktien attraktivere Bewertung, das bessere Gewinnmomentum und eine unterbewertete Währung sprächen für europäische Papiere. Ein Blick in den Bundesanzeiger, das Medium für offizielle Veröffentlichungen, zeigt allerdings: Blackrocks Optimismus hat Grenzen.

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Den offiziellen Mitteilungen des Hauses ist zu entnehmen, wo sich das Investmenthaus zuletzt "short" positioniert hat, wo es also auf fallende Aktienkurse wettet. Das prominenteste Unternehmen, bei dem das der Fall ist, ist die Deutsche Lufthansa. Zu Gründen und Hintergründen seiner Short-Positionen wollte sich Blackrock nicht äußern.

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Bei Bilfinger steht Blackrock nicht allein da mit seiner offenbar pessimistischen Einschätzung. Dem Baukonzern wird eine massive Krise nachgesagt, das Management wechselte in der jüngeren Vergangenheit in schneller Folge. Seit zwei Jahren halten sich Investoren von der Aktie fern, was zu einem massiven Kurssturz geführt hat. Aktuell halten Hedgefonds Short-Positionen von knapp 5 Prozent, wovon 1,39 Prozent auf die Blackrock-Tochter BlackRock Institutional Trust Company, National Association entfallen.

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Wie die gesamte Stahlindustrie hat auch der Stahlhändler Klöckner & Co. aus Duisburg schon bessere Zeiten gesehen. Zuletzt verbesserten sich zwar die Analystenkommentare. Blackrock ist aber offenbar noch nicht überzeugt - die Aktie steht beim Investmentriesen auf der "Short-List".

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Freude beim Vorstand von Zalando am 1. Oktober 2014, dem Tag des Börsenganges des Online-Händlers. Seither ging es mit dem Aktienkurs auf und zuletzt vor allem ab. Zalando steigert zwar die Umsätze, die Gewinnmarge schrumpft aber zusehends. Blackrock scheint das nicht zu gefallen, das Unternehmen erwartet offenbar einen weiter fallenden Kurs.

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Mit der Aktie von K + S ging es in den vergangenen Jahren tendenziell meist abwärts, was zuletzt im Abstieg aus dem Dax gipfelte. Querelen gibt es zudem auch abseits des operativen Geschäfts: K+S-Chef Norbert Steiner und der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Bethke gehören zu den Angeklagten, denen die Staatsanwaltschaft vorwirft, für illegale Entsorgung von Salzabfällen verantwortlich zu sein. Das ist offenbar zu viel für Blackrock, das sich bei K + S ebenfalls short positioniert hat.

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Die Aktie des Maschinen- und Anlagebauers Dürr AG befindet sich seit etwa einem Jahr auf Talfahrt, konnte sich allerdings zuletzt etwas erholen. Die Ankündigung eines möglichen Verkaufs der Sparte Ecoclean beispielsweise gab dem Papier kürzlich Auftrieb, wodurch einige Leerverkäufer womöglich auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Blackrock jedenfalls senkte seine "Short"-Position an Dürr laut Bundesanzeiger kurz nach diesem Kurssprung leicht.

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Viele Immobilienaktien liefen in den vergangenen Jahren gut, denn Betongold ist gefragt und die Unternehmen können ihre Geschäfte mit niedrigen Zinsen günstig finanzieren. Das gilt eigentlich auch für alstria Office. Doch Blackrock ist offenbar der Ansicht, dass der Boom seine beste Zeit hinter sich hat - und hat die Aktie leerverkauft.

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