Wir sind jetzt Deutschland Die wichtigsten Netzwerke in Berlin

Kamingespräche mit Ministern war gestern. Die neuen Machtzirkel sind offener, bunter und strikt leistungsorientiert. Ein Überblick über die wichtigsten Netzwerke in der Hauptstadt.
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Alles will nach Berlin. Zugewanderte Schwaben (Heinz Dürr, Reinhold Würth) veranstalten pompöse Partys, doch die Start-up-Könige prägen den gesellschaftlichen Stil: Hoodies verdrängen Krawattenträger, im Netzwerk ist, wer etwas beitragen kann. Dax-Manager sind lediglich Besucher auf Zeit.

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Die Netze der Etablierten

Atlantik-Brücke: Am Kupfergraben, neben Angela Merkels Privatwohnung, residiert der 1952 gegründete Verein zur Pflege des transatlantischen Verhältnisses. Rund 500 Mitglieder, Tom Enders (Airbus), Rupert Stadler (Audi), Ratan Tata (Tata-Gruppe), Kai Diekmann ("Bild") und mehr als die Hälfte der Dax-30-Konzerne. Mitgliedschaft ist Prestigesache, konkreter Nutzen eher gering. Das "Young Leaders"-Programm vernetzt die Topmanager von morgen.

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Verein der Freunde der Nationalgalerie: Unter dem Vorsitz von Gabriele Quandt (Foto) pflegt das bürgerliche Berlin seine Liebe zur Kunst und finanziert gleich sechs Museen mit. Mitgliedern werden Dinners, Reisen, Künstlergespräche, Vernissagen ohne Fußvolk geboten. Auch Auswärtige wie Franz Markus Haniel und Trumpf-Spross Regine Leibinger sitzen im Kuratorium.

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Ehepaar Raue: Der Anwalt und Kunstförderer Peter Raue und seine Frau Andrea Gräfin Bernstorff, engagierte Förderin der Musikhochschule Hanns Eisler, bitten zu Kammermusikabenden in ihre Charlottenburger Wohnung. Die Einladungen gelten als Billetts für den innersten Zirkel der Hauptstadt.

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Die neuen Hotspots

Soho House: Die erwachsene Internetszene findet sich im ehemaligen jüdischen Kaufhaus an der Torstraße ein, eklektisch gestyltes Hotel und Klub in einem. Für 190 Euro pro Jahr können auch die Kinder der In-Crowd Mitglied werden und Tuchfühlung zu Gästen wie Madonna, George Clooney oder Start-up-Helden wie "Toms"-Gründer Blake Mycoskie aufnehmen.

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Bars: Im "St. Oberholz" (Foto), Rosenthaler Platz, treffen Gründer auf Venture Capitalists, Anwälte, Presse. Ebenso angesagt: "Mein Haus am See", Torstraße, "Father Carpenter", Münzstraße, "Katz Orange", Bergstraße. Legendär: das "Borchardt" in der Französischen Straße, wo Polit- und Medienprominenz sich mit Neureichen mischt.

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Events: Berlin-Neulinge mit Entrepreneursambitionen gehen zur "Spätschicht" (organisiert von Gründerszene) oder "Echtzeit" (deutsche-startups.de). Für Fortgeschrittene: Hy! Summit, Noah, (Mitausrichter ist jeweils der Springer-Verlag), Heureka, re:publica (Foto), Tech Open Air.

Einen Überblick über Deutschlands wichtigste Netzwerke in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Stuttgart und anderswo in der Republik finden Sie hier.

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