BASF und Bayer unter Zugzwang Übernahmefieber in der Chemiebranche

Dow Chemical schluckt Dupont, ChemChina schluckt Syngenta: Nun geraten auch die deutschen Chemieriesen Bayer und BASF unter Zugzwang. Eine Übersicht über die größten Player und die wichtigsten Deals.
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Die Chemiebranche ist in Aufruhr. Mit der Fusion von Dow Chemical und DuPont entsteht ein neuer Branchenprimus, der den Ex-Weltmarktführer BASF vom Thron stößt. Der neue Riese "DowDuPont" mit einem Börsenwert von 180 Milliarden Dollar will sich wiederum in drei eigenständige börsennotierte Unternehmen aufteilen ...

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... die sich auf die Bereiche klassische Chemie, Spezialchemie und den Agrarsektor spezialisieren. Damit wachsen für Bayer, BASF und den US-Saatguthersteller Monsanto drei neue und mächtige Konkurrenten heran.

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Auch die geplante 43-Milliarden-Dollar-Übernahme des Schweizer Pflanzenschutzkonzerns Syngenta wirbelt die Branche durcheinander. Hier müssen die Wettbewerbshüter noch zustimmen. Syngenta hatte zuvor den US-Saatguthersteller Monsanto abblitzen lassen und sich in die Arme eines chinesischen Staatskonzerns geflüchtet ...

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Käufer von Syngenta ist die hierzulande noch wenig bekannte chinesische National Chemical Corporation (ChemChina). In der Branche sorgte sie zuletzt durch verschiedene Zukäufe für Aufsehen.

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2015 erwarb ChemChina für rund sieben Milliarden Euro den italienischen Reifenhersteller Pirelli ...

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Im Januar 2016 kaufte ChemChina für 925 Millionen Euro außerdem den Münchener Spezialmaschinenhersteller Krauss-Maffei. Mit der geplanten Übernahme von Syngenta macht ChemChina aber auch die Dax-Schwergewichte BASF und Bayer nervös ...

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Für die BASF ist China der wichtigste Absatzmarkt. Wird die Syngenta-Übernahme genehmigt, dürfte der Staatskonzern ChemChina den riesigen heimischen Markt künftig selbst versorgen - bis auf einige wenige Spezialitäten aus Ludwigshafen. BASF-Chef Kurt Bock will bei Zukäufen "behutsam" vorgehen, muss aber zugleich aufpassen, dass BASF am Ende des Fusionspokers nicht mit leeren Händen dasteht und selbst zum Übernahmeziel wird. Nun kochen Spekulationen hoch, dass BASF oder Bayer den US-Konzern Monsanto übernehmen könnten ...

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Der weltgrößte Hersteller von gentechnisch verändertem Saatgut ist selbst unter Druck und auf Partnersuche, seit er mit seinem Übernahmeversuch bei Syngenta abgeblitzt ist. Monsanto braucht Partner, um die Abhängigkeit vom Agrarsektor zu verringern. An der Börse wird Monsanto derzeit mit rund 43 Milliarden Dollar bewertet - inklusive Übernahmeprämie würde ein Kauf also rund 50 Milliarden Dollar kosten. Sowohl für Bayer wie auch für BASF wäre das ein großer, schwer verdaulicher Happen.

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Die größten Chemiekonzern:
Auch die Rangliste der größten Player der Branche ist in Bewegung geraten. Bislang belegt der deutsche Konzern Bayer Platz zehn im weltweiten Ranking der Chemiekonzerne, das der Petrochemie-Informationsdienst ICIS auf Basis der Umsatzzahlen und der aktuellen Entwicklung der Konzerne erstellt hat.

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Rang neun belegt mit INEOS , ein erst 1998 gegründeter Neuling der Branche. Der Chlorine-Hersteller ist durch Zukäufe von Geschäftssegmenten von BP, BASF und womöglich bald auch Solvay in den letzten Jahren massiv gewachsen.

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Mitsubishi Chemicals , die Chemie-Tochter des japanischen Mischkonzerns Mitsubishi belegt Rang acht im Ranking. Neben petrochemischen Produkten, Düngemitteln und Industriesalzen gehören auch Plastik, pharmazeutische Produkte und Beschichtungen zum Geschäftsbereich der Japaner.

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Der 1802 gegründete US-amerikanische Konzern DuPont rangiert aktuell, was den Umsatz angeht, auf Rang sieben der weltgrößten Chemiekonzerne. Geht die Fusion mit Dow über die Bühne, werden die beiden umsatzmäßig die neue Nummer eins der Branche sein. Gegründet als Sprengstoff-Unternehmen stelllt Dupont mittlerweile eine ganze Bandbreite chemischer Produkte von Unkrautvernichtungsmittel bis hin zu Spezialfasern wie Kevlar her.

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LyondellBasell , 2007 durch das Zusammengehen des US-Konzerns Lyondell Chemical Company durch Basell entstanden, rangiert im globalen Ranking auf Rang sechs. Der Konzern, der seinen Hauptsitz in Rotterdam hat, ist auf petrochemische Produkte spezialisiert.

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Der 1976 geründete saudische Chemieriese SABIC rangiert auf Basis des Umsatzes von 2014 auf Rang fünf der weltweiten Chemiekonzerne. Neben billigen heimischen Rohstoffen half ihm zuletzt der Zukauf des Plastikgeschäfts von General Electrics bei seiner Wachstumsstrategie.

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Rang vier im weltweiten ICIS-Ranking belegt mit einem Umsatz von mehr als 56 Millionen Dollar 2014 der Mineralölkonzern ExxonMobil . Anders als viele Konkurrenten hat der Öl-Konzern stets an seinem Petrochmie-Geschäft festgehalten.

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Auf Platz drei rangiert noch der Chemiekonzern Dow Chemical, der es 2014 immerhin auf einen Umsatz von mehr als 58 Milliarden Dollar brachte. Zusammen mit DuPont dürfte dieser auf rund 90 Milliarden Dollar steigen - was das Bündnis unangefochten auf Platz eins der Branche - noch vor BASF - katapultieren wird.

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Aktuell noch auf Platz zwei - rangiert mit einem Umsatz von 68 Milliarden Dollar allerdings noch die China Petroleum & Chemical Corporation, kurz Sinopec. Deren chemisches Geschäft ist wie bei Exxon vor allem von der Petrochemie geprägt.

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Auf Platz eins rangiert mit einem Umsatz von fast 90 Milliarden Dollar noch die deutsche BASF. Doch die Tage der Ludwigshafener als Platzhirsch sind gezählt.

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Die Linde Gruppe schafft es mit rund 20 Milliarden Dollar Umsatz 2014 nur auf Rang 14 der ICIS-Liste. Sie liegt damit allerdings noch deutlich vor anderen deutschen Konzernen ...

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.. wie beispielsweise Lanxess auf Rang 46 ...

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... oder K+S auf Platz 87.

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