Automobile Endlich unter Strom

Die automobile Zukunft wird autonom. Sie wird vernetzt. Und sie wird vor allem: elektrisch. Ein Blick in die BMW-Labore und die der großen Wettbewerber Mercedes und Audi.
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2021 in Fahrt
BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich ist niemand, der die Realität ausblendet. Fragt man ihn, ob er die für 2021 angekündigte Plattform iNext schafft, verweist er schon mal auf heftige Kopfschmerzen. Der Erfolg ist wichtig: Der iNext steht für nahezu totale Produktionsflexibilität. Und dafür, die für 2025 geplanten 500.000 bis 600.000 Elektroautos günstig bauen zu können. Bei einem anderen Thema ist Fröhlich optimistischer: 2020 soll der autonom fahrende BMW Realität sein. Damit es klappt, kooperiert man mit dem Chip - hersteller Intel und dem israelischen Hightechunternehmen Mobileye – und IT-Chef Elmar Frickenstein (59) darf sein Team um 500 Experten aufstocken.

Foto: BMW
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2019 auf Kurs EQ
Zwei Jahre rang Daimler-Chef Dieter Zetsche mit seinen Entwicklern und Strategen um "EVA". Immer wieder vertagten sie die Entscheidung über die "Electric Vehicle Architecture". Dann kam das Go! Es soll der ganz große Wurf werden: jährliche Investitionen von 1 bis 1,5 Milliarden Euro, 2025 bis zu 750.000 Elektroautos, eine eigene Tochter, in der die Submarke EQ und Mobilitätsdienste wie Car2Go gebündelt werden sollen. Losgehen soll es 2019 mit einem Elektro-SUV noch nicht auf EVA-Basis (Foto), das man 40 000 mal im Jahr verkaufen will. Auch die Chefs der neuen Tochter sind gefunden: geführt wird sie von Axel Harries (52), kontrolliert von Mercedes-Cheffinanzer Frank Lindenberg (52).

Foto: Daimler AG
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2018 auf Tesla-Jagd
Es ist wie häufig bei Audi: Selbst der Blick in die Zukunft richtet sich zunächst in die Vergangenheit. Nach Salzburg, zu Ferdinand Piëch (79). Der fuhr 2013 Teslas Elektrolimousine Model S – und war begeistert. Damals noch Chef des Volkswagen-Aufsichtsrats, ordnete er die große Aufholjagd an. Seither stehen Audis Entwickler unter Starkstrom. Das Ergebnis: 2018 will Audi-Chef Rupert Stadler den e-tron in den Handel bringen, rein batterieelektrisch und mit 500 Kilometer Reichweite ein echter Wettbewerber von Teslas Elektro-SUV Model X. Der ambitionierte Folgeplan: 2020 eine "ESS" gekürzelte Limousine, dazu ein kleiner Stadtstromer und ein Elektro-A3 auf der Basis von VWs E-Golf.

Foto: AUDI
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