Auch BMW und Daimler brauchen womöglich Partner Diese Autohersteller kämpfen um ihre Eigenständigkeit

Toyota, General Motors, Volkswagen - die drei größten Autobauer der Welt verkaufen jeweils um die zehn Millionen Fahrzeuge. Dahinter tummeln sich Dutzende kleinere Anbieter. Viele von ihnen sind womöglich zu klein, um auf Dauer alleine zu bleiben - auch deutsche.
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Fiat-Chrysler

Von Fiat-Chef Sergio Marchionne selbst stammt das Zitat, ein Hersteller könne nicht allein überleben, wenn er weniger als fünf Millionen Fahrzeuge produziert. Konsequenterweise gibt sich Marchionne mit der Chrysler-Übernahme nicht zufrieden und sucht offen nach einem weiteren Partner für sein Unternehmen.

Absatz 2014: 4,61 Millionen Fahrzeuge

Foto: AFP
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Peugeot-Citroen

Die Franzosen bringen auch als Duo einfach nicht genug Wumms auf die Straße. Die Konzernfinanzen leiden noch immer unter der jüngsten Absatzkrise, technologisch kommt aus Paris einfach zu wenig. Und punkto Technologie-Input hat Peugeot auch von seinem neuen Investor, dem chinesischen Autohersteller Dongfeng, wenig zu erwarten.

Absatz 2014: 2,94 Millionen Fahrzeuge

Foto: REUTERS
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Mazda

Die Japaner machen keinen Hehl daraus, dass sie beim Thema Innovationen nicht an der vordersten Front mitspielen. Eine Mini-Kooperation mit Fiat-Chrysler beim MX5 (Foto) dürfte die Eigenständigkeit nicht langfristig legitimieren. Immerhin: Mit dem langjährigen Kooperationspartner Toyota will Mazda künftig enger zusammenarbeiten. Von einem Zusammenschluss ist aber nicht die Rede.

Absatz 2014: 1,38 Millionen Fahrzeuge

Foto: Mazda
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Suzuki

Volkswagen hatte bereits den Riecher, dass die Japaner dringend Hilfe von außen benötigen. Doch die Übernahme scheiterte an unterschiedlichen Auffassungen über die Kooperation. Suzuki bleibt indes attraktiv für neue Bieter: Das Unternehmen ist in Schwellenländern wie Indien stark vertreten.

Absatz 2014: 2,72 Millionen Fahrzeuge

Foto: Kiyoshi Ota/ picture alliance / dpa
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Subaru

Als Spezialist für kleine Geländewagen haben sich die Asiaten eine hübsche Nische gesichert. Noch besser würden sie allerdings wohl fahren, wenn sie mehr technisches Know-how im Rücken hätten - und Geld. Bisher kooperiert Subaru mit Toyota, allerdings nicht im großen Umfang.

Absatz 2014: 0,91 Millionen Fahrzeuge

Foto: Subaru
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Jaguar Land Rover

Die Luxus-Marke liefert hohe Gewinne an den Mutterkonzern Tata ab. Doch zumindest Kooperationen mit großen Herstellern wären sinnvoll, damit die Briten bei Zukunftstechnologien auf der Höhe bleiben.

Absatz 2014: 0,46 Millionen Fahrzeuge

Foto: Jaguar Land Rover
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Honda

Die Tokioter landeten 2014 zwar nur auf Rang acht auf der Liste der größten Autohersteller. Jedoch war das Unternehmen der zweitwertvollste Autokonzern der Welt - weil zahlreiche weitere Industrieaktivitäten dazu gehören. Daran könnte eine Übernahme scheitern, obwohl die industrielle Logik angesichts der schwachen Stellung auf vielen Märkten gegeben ist.

Absatz 2014: 4,36 Millionen Fahrzeuge

Foto: AP
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Mitsubishi

Klein, aber auch fein? Immerhin ist auch Mitsubishi Teil eines großen Industrie-Konglomerats, was gegen eine Übernahme schützt. Ohne Kooperationen oder eine Fusion dürften die Japaner aber kaum aus ihrer Absatz-Diaspora herausklettern. Eine Übernahme durch Elektroauto-Kooperationsparter PSA Peugeot Citroën ist jedoch längst vom Tisch.

Absatz 2014: 1,08 Millionen Fahrzeuge

Foto: KAZUHIRO NOGI/ AFP
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Tesla

Der US-Elektroautobauer als Übernahmeziel? Eher würde sich Chef und Großaktionär Elon Musk vermutlich den rechten Fuß abhacken. Scheitert das Unternehmen allerdings mit seinen furiosen Expansionsplänen (Model 3, Batterie-Gigafactory), würde ein großer Hersteller die Reste sicher dankbar aufsammeln.

Absatz 2014: 35.000 Fahrzeuge

Foto: © Noah Berger / Reuters/ REUTERS
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Volvo

Beim Thema Sicherheit setzt die schwedische Tochter des chinesischen Geely-Konzerns Maßstäbe. Doch das Marktpotenzial für die hochpreisigen Fahrzeuge bleibt begrenzt. Ob Mutterschiff Geely langfristig genügend technischen Input bietet, bezweifeln zudem viele Fachleute.

Absatz 2014: 0,47 Millionen Fahrzeuge

Foto: ALY SONG/ REUTERS
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Daimler

Technisch sind die Schwaben zu vielem in der Lage - doch als Premiumhersteller ist ihre Reichweite auf natürliche Weise limitiert. Dabei ist Daimler zunehmend darauf angewiesen, kleine und sparsame Autos zu verkaufen - wegen strenger Umweltschutzgesetze. Sofern also ein großer Autobauer wie GM einmal Lust auf eine Luxusmarke verspürt, könnte er durchaus in Stuttgart vorstellig werden.

Absatz 2014: 2,02 Millionen Fahrzeuge

Foto: Bernd Weissbrod/ picture alliance / dpa
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BMW

Ähnliches gilt für BMW. Die gut ausgestattete Bilanz sowie die starke Stellung der Großaktionäre Quandt und Klatten verhindern eine lockere Übernahme. Doch sofern die Münchener Hilfe im Geschäft mit Massenmarkt-Modellen brauchen, könnten auch externe Hersteller ins Spiel kommen - zumindest für eine vertiefte Kooperation.

Absatz 2014: 2,12 Millionen Fahrzeuge

Foto: picture alliance / dpa