Autohersteller Fiat macht Geld für Luxus-Autos locker

Das kratzt am Stolz der Italiener: Fiats Marktanteil in Europa schrumpft stärker als der Markt. Dem freien Fall widersetzt sich Fiat-Chef Marchionne nur halbherzig, Geld für neue Fiat-Modelle will er derzeit nicht ausgeben. Abseits seiner Kernmarke investiert Fiat aber sehr wohl Geld - ein Überblick über Fiats Luxus-Investitionen.
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Maserati: Fiat schwächelt, doch Geld für die Stärkung der Kernmarke will Fiat-Chef Sergio Marchionne derzeit nicht ausgeben. Bei Luxusautos dagegen sieht Marchionne noch gehörig Potenzial - und macht dafür viel Geld locker. In das neue Maserati-Werk in Grugliasco, das Ende Januar eröffnet wurde, investiert Fiat rund eine Milliarde Euro. Vom Band rollen werden dort der gerade erneuerte Viertürer Quattroporte (im Bild)…

Foto: Maserati
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…und der Ghibli, ein Sportwagen im Bereich der oberen Mittelklasse auf Basis des Chrysler 300. Das Werk soll eine "beispiellose Phase der Expansion" einläuten, sagte Marchionne bei der Eröffnung. Zum Quattroporte (im Bild) und dem Einstiegsmodell Ghibli gesellt sich bald…

Foto: Maserati
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…der Luxus-SUV Maserati Levante, mit dem Maserati betuchte Kunden in China und Russland ansprechen will. Auch der Klassiker Gran Turismo wird in den nächsten Jahren erneuert, einen Porsche 911er-Jäger plant Maserati ebenfalls. In zwei Jahren soll Maserati weltweit 50.000 Autos pro Jahr verkaufen. Im vergangenen Jahr waren es weniger als 10.000.

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Alfa Romeo: Allein der Name lässt das Herz von Sportwagenfans schneller schlagen - trotz jahrelanger Vernachlässigung durch Fiat. Denn derzeit hat Alfa gerade mal zwei Pferde im Stall: Den Mito und das Kompaktauto Giulietta (im Bild). Damit soll bald Schluss sein - denn Marchionne hat mit Alfa große Pläne.

Foto: Alfa Romeo
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Ab Mai 2013 rollt im Maserati-Werk in Modena Alfas Nobelzwerg 4c vom Band, der auf dem Kleinwagen Mito basiert. Der 4c soll in die USA exportiert werden, eine neue Limousine namens "Giulia" könnte sogar in den USA gebaut werden. Auf Basis des Maserati Ghibli dürfte es einen weiteren Alfa-Ableger geben. Insgesamt will Alfa in den nächsten Jahren sechs neue Modelle präsentieren.

Foto: Fiat
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Jeep: Diese Marke hat mit dem Cherokee einen Urahn der modernen SUVs geschaffen - doch in den letzten Jahren wurde es um die Chrysler-Tochter eher still. Nun ist Chrysler unter Fiat-Ägide - und Marchionne will auch Jeep wieder höher positionieren. Mitte 2013 stehen die Neuauflagen der Jeep-Bestseller Grand Cherokee (im Bild) und Compass bei den US-Händlern…

Foto: Tom Grünweg
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…für 2015 plant Marchionne zwei komplett neue Jeep-Modelle ein. Auch ein neues Mittelklassefahrzeug soll in den nächsten zwei Jahren auf den Markt kommen. Mehr als drei Milliarden Dollar steckt Marchionne (im Bild) in die Jeep-Modellentwicklung und den Ausbau der Werke.

Foto: BILL PUGLIANO/ AFP
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Fiat: Bei seiner Massenmarke Fiat spart Marchionne hingegen eisern. Den geplanten Start einer Fiat Punto-Neuauflage hat Marchionne verschoben, Investitionen kürzt er. Bislang ist Marchionne aber immerhin ohne Werksschließungen ausgekommen.

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Ferrari: Auch die Über-Sportwagenmarke gehört zum Fiat-Reich - und weitet ihre Produktpalette aus: Seit letztem Jahre gibt es einen Ferrari-Viersitzer, derzeit werkelt Ferrari an einem Nachfolger für den Supersportwagen Enzo. Fiat kann sich darüber freuen, die Marke liefert schöne Gewinne ab.

Foto: Getty Images
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Sehr ehrgeizig: Die Luxus-Expansion ist Fiats beste Chance, in schnell wachsenden Märkten Fuß zu fassen, meinen Experten. Denn italienische Marken stehen in Asien und Russland für Eleganz und Qualität. Doch ob Maserati (im Bild das Modell Gran Turismo) die extrem ehrgeizigen Vorgaben schafft, bezweifeln Branchenkenner. Die italienische Marke mit dem Dreizack müsste ihren Absatz dazu innerhalb weniger Jahre vervielfachen. Das halten viele für nicht machtbar.

Foto: Maserati