Untote auf vier Rädern Diese Automodelle dürfen nicht sterben

Ob Neuauflage des „Ferraris aus Fernost“ oder Wiederauferstehung einer italienischen Schönheit: Gerne holen Autohersteller Modell- oder Markennamen aus tiefer, modriger Versenkung zurück. Passend zu Halloween haben wir die spannendsten mobilen Untoten der Automobilgeschichte ausgewählt.
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Manche Autos wollen einfach nicht sterben. Und nein, wir meinen jetzt nicht Opas alten Benz-Strich-Acht, der dank guter Wartung stramm auf die 500.000 Kilometer zugeht. Sondern die Untoten der Autogeschichte: Jene Automodelle oder Marken, die Hersteller längst auf ihrem Autofriedhof entsorgt hatten – und die Jahre später zurück in die Autohäuser taumeln. Wir präsentieren die 10 aufsehenerregendsten und zeitgemäß geschminkten Untoten der Automobilhistorie.

Foto: CARLO ALLEGRI/ REUTERS
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Ja, Sie sehen richtig: So hübsch können Untote aussehen, wenn sie frisch geschminkt um die Kurve wetzen. Mit der Alfa Romeo Giulia soll nicht nur ein Modell, sondern gleich die ganze traditionsreiche, zum FCA-Konzern gehörende Sportwagenmarke auferstehen. Am Dreieck im Kühlergrill ist auch noch ...

Foto: Alfa
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... die Verwandtschaft zum Urmodell zu sehen: Denn von 1962 bis 1978 baute Alfa Romeo schon einmal ein Modell mit dem schönen Namen Giulia, das wesentlich zum sportlichen Ruf der Marke beitrug. Nun soll der Rückgriff auf das einstige Vorzeigemodell die Zukunft sichern.

Foto: Alfa Romeo
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Die Vorlage für die Retro-Rückbesinnung lieferte der Fiat 500. Die erfolgreiche Neuauflage des Kleinwagens half der darniederliegenden italienischen Automarke Fiat, in den vergangenen neun Jahren über die Runden zu kommen. Unübersehbare Designanleihen nahm er ...

Foto: Fiat
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... bei dem von 1957 bis 1975 gebauten „Fiat Nuova 500“ – jenem Modell, das in Deutschland einst liebevoll „Knutschkugel“ getauft wurde. Heute hat die Marke Fiat um den neuen 500er eine ganze Markenfamilie herumgebaut. Das Auto gibt wahlweise den Fünfsitzer (als 500L) oder den etwas aufgepumpten Geländegänger (als 500X).

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Knuffige Kleinwagen wiederaufstehen zu lassen können aber nicht nur die Italiener. Vorgemacht haben es Engländer und Deutsche mit dem Mini Cooper. Denn der Wagen ...

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... ist ein direkter Wiedergänger des meistverkauften britischen Autos, des Austin Mini Cooper (hier präsentiert von John Cooper höchstpersönlich). Der Ur-Mini wurde von 1959 bis zum Jahr 2000 produziert, BMW übernahm die britische Marke und stellte 2001 eine Neuauflage vor. Mittlerweile ist der "neue" Mini in seiner dritten Modellgeneration angelangt.

Foto: BMW
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Die Wiederbelebung einer Legende: Darauf zielte Ferdinand Piëch mit dem VW New Beetle ab, der zwischen 1997 und 2010 gebaut wurde und im Herbst 2011 vom VW Beetle (im Bild) abgelöst wurde. Mit dem Modell wollte Piëch vor allem in den USA durchstarten, was anfangs gelang. Die rundliche Form und der Name weisen überdeutlich Richtung Vorbild ...

Foto: Volkswagen
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... und das ist nun mal der VW Käfer, der ab 1938 gebaut wurde und bis 2002 das meistverkaufte Automodell der Welt war. Jahrelang wurde der Käfer mit dem Slogan "Und läuft und läuft und läuft ..." beworben. Das galt auch für die Produktion: In Mexiko lief der Käfer sogar bis zum Jahr 2003 vom Band.

Foto: DPA
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Eine weitere zum FCA-Konzern gehörende Marke beherrscht das Spiel mit legendären Modellnamen ebenfalls gut: Hier im Bild ist die jüngste Reinkarnation des Maserati Ghibli zu sehen, die seit 2013 angeboten wird. Den nach einem Wüstenwind benannten Modellnamen ...

Foto: Maserati
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... nutzte Maserati in den 1990er-Jahren für ein Kompakt-Coupé. Doch seinen allerersten und prägenden Auftritt hatte der Ghibli zwischen 1966 und 1973. Da bauten die Italiener den Ur-Ghibli - ein flaches, sportliches Coupé mit langer Motorhaube, dessen Form die Kraft der eingesetzten Motoren betonen sollte.

Foto: Maserati
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Den Trick mit dem Wiederbeleben kennen auch die Asiaten: Hier im Bild ist die Neuauflage des Honda NSX zu sehen, die seit diesem Jahr produziert wird. Ab 180.000 Euro ist die Hybrid-Flunder auch in Deutschland zu haben. Bei Kennern japanischer Sportwagen wecken die drei Buchstaben höchst erfreuliche Erinnerungen ...

Foto: Honda
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... denn zwischen 1990 und 2005 baute Honda schon einmal NSX-Sportwagen. Bis 2002 fuhr der NSX mit Klappscheinwerfern vor. Technisch galt der Nippon-Renner als sehr fortschrittlich, beschleunigte in unter 5 Sekunden auf 100 km/h und hatte dabei noch allerlei Komfort an Bord. Der "Ferrari aus Fernost" wurde dennoch nur 18.000 Mal gebaut.

Foto: Honda
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Lufteinlässe, soweit das Blech reicht, dazu flach wie die sprichwörtliche Flunder. Nein, das ist kein Ferrari in blau, sondern das neueste Spielzeug eines US-Herstellers: Diese mehr als 600 PS starke Neuauflage des Ford GT wird in den kommenden zwei Jahren in limitierter Stückzahl gebaut. Damit lässt Ford eine Legende zum zweiten Mal auferstehen ...

Foto: GEOFF ROBINS/ AFP
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denn bereits zwischen 2004 und 2006 bauten die Amerikaner einen gleichnamigen Mittelmotor-Sportwagen. Doch der wahre Urahn mit für die Vermarktung günstiger Historie war der von 1964 bis 1968 gebaute Sportwagen GT40 (im Bild). Mit dem nur 40 Zoll (102 cm) hohen Asphaltsportler gewann Ford vier Mal in Folge das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

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Die Marke mit den meisten Auto-Zombies im Portfolio ist wohl Fiat: Der hier zu sehende Sportwagen Fiat 124 Spider, der sich aus Mazdas MX-5 ableitet, soll die goldenen Zeiten der italienischen Marke heraufbeschwören ...

Foto: Fiat
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... zwischen 1966 und 1985 hatte Fiat schon mal deine Roadster-Version seines Modells 124 mit dem Zusatz Spider im Programm. Der stand nicht nur in Deutschland für die Sehnsucht nach italienischer Leichtigkeit und war deshalb höchst erfolgreich. Mit Preisen ab 11.000 Mark war er damals zudem auch leicht leistbar.

Foto: Fiat
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Doch nicht nur einzelne Automodelle lassen sich wiederbeleben - sondern gleich ganze Marken. Über 50 Jahre lang etwa gab es keinen Neuwagen mehr mit dieser Raute am Kühlergrill. Doch mit dem SUV Borgward BX-7 versucht die Marke einen Neustart. Das notwendige Kleingeld dafür stammt vom chinesischen Nutzfahrzeugspezialisten Foton ...

Foto: Borgward
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... und der glanzvolle deutsche Name lässt sich in China wohl durchaus gut vermarkten. Vom Design der 1960er-Jahre blieb nur die Raute übrig. Doch der SUV wurde zu großen Teilen in Deutschland entwickelt, die Firmenzentrale ist in Stuttgart. Ab 2018 will Borgward auch wieder in Bremen Autos zusammenschrauben.

Foto: Ingo Wagner/ dpa
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Na, kennen Sie diesen Kleinwagen? Nein? Kein Wunder, denn der Datsun Go von Nissan ist bislang nur in Asien, Südafrika und Russland erhältlich. Nissan will aus Datsun den japanischen Dacia machen – also eine Billigautomarke für Schwellenländer. Damit belebt der Autohersteller eine Marke wieder, die Mitte der 1980er-Jahre sanft entschlief ...

Foto: © Adnan Abidi / Reuters/ REUTERS
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... denn damals entschied Nissan, die Fahrzeuge seiner seit 1934 zum Konzern gehörenden Tochter Datsun unter eigenem Namen zu vermarkten. Datsun baute neben Modellen wie dem Bluebird, Cherry oder Sunny auch wunderschöne Sportwagen wie den 240Z (im Bild). Die Neupositionierung als Billigmarke liegt da schon weit weg von den Ursprüngen.

Foto: The Enthusiast Network / Getty Images