Ausnahmezustand in Venezuela Wie die Menschen leiden

In Venezuela herrscht der Notstand. Es mangelt an Lebensmitteln - auch Strom und Wasser sind knapp. Besonders schwierig ist die Lage in den Krankenhäusern.
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Ausharren in der Sonne: Vor einem Supermarkt in Caracas hat sich eine lange Schlange gebildet, stundenlang warten die Menschen vor einem Supermarkt - in der Hoffnung, einige Lebensmittel zu bekommen.

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Der sozialistische Staatschef Nicolás Maduro hat den Wirtschaftsnotstand über Venezuela verhängt. Das Dekret sieht auch vor, dass Soldaten und lokale Bürgerwehren zur Sicherung der öffentlichen Ordnung und bei Lebensmittelverteilungen zum Einsatz kommen können. Auch hier in Caracas zeigen Sicherheitskräfte Präsenz.

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Der Frust der Venezolaner steigt - angesichts immer leerer werdender Regale. Lebensmittel wurden bereits rationiert. Beobachter sehen das südamerikanische Land kurz vorm Kollaps.

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Immer wieder kommt es zu Massenprotesten, gegen die die Armee vorgeht. Auch für Mittwoch hat die Opposition neue Kundgebungen im ganzen Land angekündigt.

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Präsident Maduro, hier mit Anhängern, sieht sich dagegen von Feinden umzingelt. Er befürchte eine US-Invasion in Venezuela, sagt er. Maduro sieht vor allem den gefallenen Ölpreis als Ursache für den Notstand. Venezuela lebt wie kein zweiter Staat vom Öl. Aus dem Verkauf des Rohstoffs stammt der Großteil der Devisen, mit denen die Regierung den Import von Waren bezahlte. Rücklagen ließ Maduro in der Vergangenheit jedoch nicht anlegen.

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Oppositionsführer Henrique Capriles warnt: "Venezuela ist eine Bombe, die jeden Moment explodieren kann." Er wirft dem Präsidenten vor, mit dem Ausnahmezustand eine Diktatur vorzubereiten.

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Lebensmittel, Medikamente, medizinische Geräte sind nicht das Einzige, was in dem lateinamerikanischen Staat knapp ist. Stundenlang wird das Wasser in den Wohnhäusern abgedreht.

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Die Menschen bunkern Wasser deshalb in Flaschen. Hier füllen Kinder im Slum von Petare in Caracas einen Kanister mit Wasser.

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Leben im Dunkeln: Ständig wird der Strom abgeschaltet, wie hier in einem Hotel in Barinas. Der Wasserstand des El Guri, eines Stausees im südöstlich gelegenen Bundesstaat Bolívar, sinkt und sinkt. Das größte Wasserkraftwerk des Landes hat zu wenig Wasser. Die Anlage produzierte bisher 60 Prozent der landesweiten Energie. Das Wetterphänomen El Niño hat für eine starke Dürre im Land gesorgt. Kritiker sagen, das dies vorhersehbar gewesen sei - die Regierung habe versäumt vorzusorgen.

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Deshalb haben die Behörden nun auch den Strom rationiert - die Venezolaner sitzen oftmals im Dunkeln, so wie Marelis González im nordöstlichen Puerto Ordaz. Sie wartet in ihrem Geschäft auf Kunden.

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