Analyse von Rechenschaftsberichten Keine Partei braucht Spenden so sehr wie die AfD

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Populisten unter Druck: Während des Bundestagswahlkampfes 2017 erhielt der AfD-Kreisverband Bodensee offenbar mehr als 132.000 Euro von einem anonymen Spender über ein Pharmaunternehmen aus der Schweiz. Weil Spenden aus Ländern außerhalb der EU grundsätzlich verboten sind, gerät nun vor allem die Bundestags-Co-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel in Erklärungsnot, in deren Wahlkreis der Vorfall stattfand. Zwar wurde die Spende inzwischen Berichten zufolge zurücküberwiesen - allerdings erst im April 2018.
manager magazin online hatte bereits zur Bundestagswahl 2017 eine gründliche Recherche zu Parteispenden und deren Bedeutung für die Parteien durchgeführt - die Resultate sind auch für den aktuellen Fall aufschlussreich:

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Welche Bedeutung haben Spenden eigentlich wirklich für die politischen Parteien in Deutschland? Welche Parteien erhalten besonders viele Spenden? Und welche werden von der Wirtschaft, also von Unternehmen und Verbänden besonders großzügig bedacht? Um diese Fragen zu beantworten, hat manager magazin online alle verfügbaren Rechenschaftsberichte der relevanten Parteien aus der 2017 endenden Legislaturperiode durchforstet. Hier das Ergebnis:

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Die absolut höchsten Gesamteinnahmen aller hiesigen Parteien hat die SPD, dicht gefolgt von der CDU. Mit Abstand folgen die anderen.

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Ein Blick auf die Spendeneinnahmen ergibt jedoch ein anderes Bild. Mit großem Abstand die meisten Spenden sammelt die CDU ein. Weit dahinter: SPD, CSU und FDP.

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Doch welche Parteien sind auf Spenden in ihren Etats besonders angewiesen. Die Analyse zeigt: Vor allem die aktuell unter Druck geratene AfD sowie die FDP haben einen großen Anteil an Spenden in ihren Einnahmen. SPD und Linke dagegen einen auffallend geringen.

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Besonders spannend: Welche Parteien profitieren in besonderem Maße von Zuwendungen aus der Wirtschaft? Die Antwort überrascht nicht wirklich: Die Spenden "juristischer Personen", wie es in den Rechenschaftsberichten heißt, gehen vor allem an die als wirtschaftsnah bekannten Parteien CSU, CDU und FDP.

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