Abstimmung in Athen Zerreißprobe für Griechenland

Stundenlang fehlte er im Saal, erst am Ende griff Alexis Tsipras noch einmal ein: Griechenlands Premier hat den Anfang eines Reformpakets durchs Parlament gebracht, an das er selbst nicht glaubt. Nun verliert ein Teil seiner Partei das Vertrauen in ihn.
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Ein angespannter Alexis Tsipras im Parlament. Bei der Abstimmung verweigerten ihm 38 Abgeordnete seiner Syriza-Fraktion die Gefolgschaft.

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Das erste Spar- und Reformpaket war Bedingung der Gläubiger für Verhandlungen für ein drittes Hilfsprogramm.

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Ein Teil der griechischen Staatsbediensteten wollte die Reformen in letzter Minute verhindern - und trat in einen 24-stündigen Streik, dem sich auch das Personal staatlicher Krankenhäuser und Eisenbahner anschlossen.

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Am Abend versammelten sich rund 12.500 Menschen vor dem Parlament, um die neuen Vereinbarungen mit den Gläubigern zu demonstrieren.

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Eine Demonstrantin zwischen Polizisten: Ochi zu den Sparauflagen. Die Beamten zeigten starke Präsenz auf dem Syntagma-Platz.

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"Nein zu Privatisierungen, rettet die Häfen, die (staatliche Elektrizitätsgesellschaft) DEI, die Krankenhäuser", stand auf einem Transparent vor dem Parlament. "Annulliert das Memorandum, streicht die Schulden", forderte die Gewerkschaft der Staatsbediensteten. Griechenland ist akut von der Pleite bedroht, die Banken sind seit zweieinhalb Wochen geschlossen.

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Zunächst blieb es bei den Protesten friedlich. Doch dann eskalierten die Proteste - eine Gruppe von rund 200 Autonomen mischte sich unter die friedlichen Demonstranten.

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Ein vermummter Randalierer wirft einen Molotowcocktail.

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Die Randalierer bewarfen die Polizisten auch mit Steinen, schlugen Scheiben ein und setzten Mülleimer in Brand.

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Die Beamten setzten im Gegenzug Tränengas ein. Hunderte Menschen flohen vom Syntagma-Platz in der Innenstadt.

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Die Polizei nahm mehrere Randalierer fest.

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Laut der Nachrichtenagentur AP wurden insgesamt 50 Demonstranten festgenommen.

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Ein Demonstrant verbrennt eine griechische Fahne.

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Auch ein Wagen eines TV-Senders brannte. Die Lage auf dem Syntagma-Platz beruhigte sich am späten Mittwochabend wieder beruhigt.

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Blick ins Parlament: Die Debatte verzögerte sich.

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Der Abend begann am Mittwochabend mit einem Eklat. Die linke Parlamentspräsidentin, Zoe Konstantopoulou, versucht die Abstimmung durch ihre Auslegung der Regeln auf nach Mitternacht zu verzögern - und damit die durch die Gläubiger gesetzte Frist zu brechen. Die Mehrheit der Abgeordneten lehnte den Vorstoß der Präsidentin aber bei einer spontan angesetzten Abstimmung ab.

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Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis ist auch ein Gegner der Sparauflagen, er hatte am 6. Juli seinen Rücktritt erklärt - einen Tag nach dem Referendum, an dem ein Großteil der Griechen mit Nein zu den Auflagen stimmte. Der Ex-Finanzminister stimmte auch im Parlament mit Nein.

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Tsipras machte nach dem Abschied von Varoufakis Euklidis Tsakalotos zu dessen Nachfolger. Der war bei den Verhandlungen mit den Gläubigern bereits als Koordinator tätig.

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"Der Montagmorgen war der schwierigste Moment meines Lebens. Das wird mich mein ganzes Leben lang belasten. Ich weiß nicht, ob ich das Richtige gemacht habe, aber wir haben das gemacht, weil wir keine andere Wahl hatten", sagte Tsakalotos am Mittwoch.

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Angesichts der Reformauflagen erklärte die stellvertretende Finanzministerin Nadia Valavani ihren Rücktritt.

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Tsipras im Parlament: Die Billigung der Reformen im Eilverfahren war eine Voraussetzung dafür, dass die Gläubiger überhaupt Verhandlungen mit Athen über neue Finanzhilfen aufnehmen. Es geht um bis zu 86 Milliarden Euro.

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Tsipras machte sich mit seiner Kehrtwende zum Sparprogramm nicht nur Freunde. 38 Syriza-Abgeordnete wollten das Sparprogramm nicht mittragen.

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Ein prominenter Gegner ist Energieminister Panagiotis Lafazanis. Er nennt die Hilfsprogramme für sein Land zerstörerisch. Er ist der Anführer der Linken Plattform der Regierungspartei Syriza und stimmte gegen das Programm. Dennoch wolle er die Regierung nicht stürzen, erklärte er.

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