Elon Musks iPhone-Moment Sechs Gründe, warum Teslas Model 3 die Autowelt ins Wanken bringt

Tesla hat für sein Model 3 in 24 Stunden 115.000 Reservierungen erhalten - viel mehr als erwartet. Damit steigen die Chancen, dass der Wagen ein Erfolg wird - und so die Autowelt revolutioniert.
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Präsentation des Model 3 in Los Angeles: Mit dem Wagen will Tesla den Massenmarkt erreichen. Sechs Gründe sprechen dafür, dass Firmenchef Elon Musk dieses Ziel erreichen wird - und noch mehr.

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1. Tesla elektrisiert die Massen

Elon Musk und seine PR-Strategen haben es geschafft: Ganz ohne klassische Werbung haben sie Tesla zu einer Weltmarke gemacht. Der Autobauer hat sich ein Image als technologischer Vorreiter erarbeitet. Zudem stillt Tesla das wachsende Bedürfnis nach abgasfreien Autos und hat damit für viele Fans eine Art Weltretter-Status erlangt. Das Ergebnis ließ sich am Donnerstag weltweit vor den Tesla-Stores besichtigen: Dort warteten teilweise 500 Menschen und mehr stundenlang darauf, 1000 Euro für ein Auto anzuzahlen, das sie noch gesehen haben und das erst in zwei Jahren ausgeliefert wird. Insgesamt heimste Tesla 115.000 Reservierungen in den ersten 24 Stunden ein.

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2. Das Supercharger-Ladenetz ist bisher ohne Konkurrenz

Tesla hat sich wie kein anderer Autobauer Gedanken gemacht, wie die Fahrer ihren Wagen wieder auftanken können. Während GM, VW, BMW und andere stark auf Energieversorger angewiesen sind, hat Tesla in Windeseile ein eigenes Netz von Schnellladern aufgebaut. Es umfasst inzwischen 613 Standorte an Autobahnen mit 3600 Steckplätzen. Das Aufladen dort ist kostenlos und dauert nur 20 bis 30 Minuten. Zudem rollt Tesla ein zweites Ladesäulen-Netz mit etwas langsameren Stationen an Hotels und Restaurants aus.

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3. Regierungen fördern Elektroautos immer stärker

Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels, aber auch Luftverschmutzung in großen Städten, verlangen Regierungen zunehmend saubere Autos. Dabei ist absehbar, dass sich Politiker und Bevölkerung nicht mehr mit sparsamen Benzin- und Dieselautos zufrieden geben. Norwegen, die Niederlande und Indien planen bereits Verbote für Autos mit Verbrennungsmotor im kommenden Jahrzehnt. Für Deutschland ist das Jahr 2036 im Gespräch. Das alles verschafft den Elektroautos in den kommenden Jahren voraussichtlich einen gewaltigen Schub. Branchenführer Tesla dürfte davon überproportional profitieren.

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4. Die Gigafactory verschafft Tesla wichtige Skalen-Vorteile

In der Wüste von Nevada errichtet Tesla die größte Batteriefabrik der Welt. Das Werk soll dabei helfen, die Akkupreise um mindestens 30 Prozent zu senken und auf diese Weise das Model 3 zu einem bezahlbaren Fahrzeug machen. Über diesen Vorteil verfügt in absehbarer Zeit kein etablierter Autohersteller.

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5. Teslas Vertriebsmodell erhöht die Marge

Nicht beim Händler im Industriegebiet, sondern im schicken Innenstadt-Store kommen Tesla-Kunden in Kontakt mit den Elektroautos aus Kalifornien. Und diese Geschäfte sind Teil des Unternehmens - Händlerprovisionen wie bei etablierten Herstellern fallen weg. Zudem weigert sich Tesla bis jetzt recht erfolgreich, Rabatte zu gewähren. Das alles steigert die Marge pro Auto erheblich. Beim bei Model S liegt sie Schätzungen zufolge bei etwa 25 Prozent. So hoch dürfte sie beim Model 3 nicht ausfallen. Dennoch erhöht das Vertriebsmodell die Chancen, dass der Wagen ein wirtschaftlicher Erfolg wird.

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6. Der charismatische Chef hat Millionen Fans

Ein begnadeter Redner ist Elon Musk definitiv nicht - und doch hängen ihm die Tesla-Fans an den Lippen. Mehr als drei Millionen Twitter-Follower hat bei weitem kein anderer Automanager. Die Tatsache, dass Musk seine wichtigsten Versprechungen bisher in die Tat umgesetzt hat, macht ihn zudem zum Liebling der Finanzmärkte. Banken und andere Investoren überschütten ihn bei einer Finanzierungsrunde nach der anderen mit Geld. Das dürfte dem Firmenchef dabei helfen, manchen Rückschlag beim Produktionshochlauf des Model 3 wegzustecken.

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