Bullshit deluxe Zehn Sätze, mit denen Sie immer punkten, aber NIE etwas aussagen

Auf den letzten Drücker noch ins Krisen-Meeting gerauscht und vollkommen unvorbereitet? Kein Problem, am Ende des Tages geht es ohnehin um große Worte und nicht um große Inhalte. Think outside the box!
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Auf den letzten Drücker ins Meeting gehüpft und null vorbereitet? Kein Problem - reden Sie einfach, ohne etwas zu sagen. So zum Beispiel: Wir müssen die PS auf die Straße bringen. Sagt nichts, was nicht eh klar wäre, klingt aber super dynamisch!

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Wir müssen alle Stakeholder ins Boot holen.
Ähnliches Schema: Sagen, was niemand bestreiten kann, aber mit "wir" und einer Metapher. Einen Zusatzpunkt sichern Sie sich mit wichtig klingendem englischem Beratersprech.

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Das ist kein Problem, das ist eine Chance!
Soll buddhistisch-ganzheitlich klingen. Ihr Karma-Bonus: Der Dalai Lama hat gerade angerufen, Sie werden als selbstständiger Unternehmensberater in Bad Waldliesborn wiedergeboren.

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Machen wir doch mal einen Schritt zurück!
Gern gebrachter Einwurf, vor allem in verfahrenen Diskussionen. Wer zurückschreitet, hat bessere Perspektiven, suggeriert der Sprecher - in der Praxis ist der Schritt zurück hingegen viel zu oft ein Rückschritt.

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Wenn das klappt, machen wir da einen schönen Business Case draus.
Die nächste anglizistisch aufgehübschte Binse, denn: Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, Erfolgreiches zum Vorbild zu machen.

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Wir dürfen unsere core values nicht aus den Augen verlieren.
Das kleine 1x1 der Binse: Unmöglich zu negieren, dazu ein Schuss "wir"-Pathos und englische Begriffe an Schlüsselstellen.

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Denkt ruhig mal outside the box!
Ein starkes 1-zu-1-Verhältnis von deutschen und englischen Wörtern beschert dieser Perle einen Platz in unserer Hall of Fame der Binsen - und natürlich ihre absolute Binsigkeit.

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Wir sollten das nicht übereilen.
Wird so häufig gesagt, weil Kollegen, die das regelmäßig fordern, wesentlich beliebter sind als solche, die regelmäßig zum Übereilen aufrufen.

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Ich werfe mal in die Runde: Wo bleibt die Disruption?
Das sprechen Sie natürlich "Dissrapp-schänn" aus. Der Zuhörer freut sich - allerdings nur darüber, dass Sie sich nicht auch noch an Clayton ("Kläitänn") Christensens Namen abmühen.

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Wir müssen den Customer da abholen, wo er ist.
Ein guter Hinweis - allerdings ausschließlich in Besprechungen, in denen die Qualität von Warteschleifen und Kassenschlangen verbessert werden soll.

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