Wirecard-Skandal Jan Marsalek soll Prüfer mit Schauspielern getäuscht haben

Die Spitze des Wirtschafsprüfers EY vermutet, dass der Ex-Wirecard-Vorstand Kulissen von Bankzweigstellen errichten ließ. Außerdem engagierte er sich für den Onlinelebensmitteldienst GetNow.

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Daniel Bockwoldt / dpa

Um Abschlussprüfer von EY zu täuschen, ist der gefeuerte Wirecard-Vorstand Jan Marsalek (40) offenbar weiter gegangen als bislang bekannt. Nach Informationen des manager magazins  geht die EY-Spitze um Deutschland-Chef Hubert Barth (52) davon aus, dass Marsalek offenbar Schauspieler engagiert hat, die Bankmitarbeiter spielten. Er soll auch Kulissen errichtet haben, um vorzutäuschen, dass es sich um Bankzweigstellen handelt.

EY-intern hat der Wirecard-Skandal laut manager magazin heftige Turbulenzen ausgelöst. Die Beraterfraktion, die 2019 knapp 40 Prozent des Umsatzes und einen Großteil der Gewinne einfuhr, fürchtet um ihre Klientel. Anders als die Prüfer arbeiten die Consultants projektbezogen, Anschlussaufträge hängen am Renommee. 

Das Verschwinden Marsaleks betrifft auch Unternehmen abseits des Wirecard-Kosmos. Marsalek, der Vertrauten gern davon erzählte, dass er selbst 50 Millionen Euro in Digitalunternehmen investiert hat, soll nach Recherchen des manager magazins  etwa den Münchener Onlinelebensmitteldienst GetNow bei der Investorensuche unterstützt haben. Marsalek war offenbar bei mehreren Treffen mit GetNow-Managern und Investoren dabei. Darauf lassen Insider-Berichte und E-Mails schließen. GetNow-CEO Sebastian Wiese (36) erklärte, dass Marsalek selbst nicht bei GetNow investiert sei. Er habe auch keine Erkenntnisse über ein Engagement des einstigen Wirecard-Vorstands. 

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