Barmer verdrängt Techniker ist jetzt größte Krankenkasse

Mit 8,68 Millionen Versicherten hat die Techniker Krankenkasse die Barmer GEK als größte Krankenkasse abgelöst. Bei den zahlenden Mitgliedern liegt die TK noch knapp hinter ihrem Wettbewerber.
Hauptverwaltung Hamburg: Die TK gewinnt laufend mehr Mitglieder hinzu als die Wettbewerber

Hauptverwaltung Hamburg: Die TK gewinnt laufend mehr Mitglieder hinzu als die Wettbewerber

Foto: Malte Christians/ picture alliance / dpa

Berlin - Die Techniker Krankenkasse (TK) hat der Barmer GEK den Rang als größte gesetzliche Kasse abgelaufen. Der neue Marktführer hatte nach einem Zulauf zum Jahresbeginn 8,68 Millionen Versicherte, die Barmer GEK nach Abgängen noch rund 8,64 Millionen. Die beiden Kassen bestätigten jetzt einen entsprechenden Bericht des Branchenmediums "Dienst für Gesellschaftspolitik".

Einen Monat zuvor verzeichnete die lange unangefochtene Barmer GEK noch rund 7000 Versicherte mehr. Allerdings hat sie weiter mehr zahlende Mitglieder als die TK, den Berichten zufolge sind es rund 400.000 mehr. Der Unterschied zwischen Versicherten und zahlenden Mitgliedern der beiden Wettbewerber resultiert aus der höheren Anzahl der beitragsfrei mitversicherten Familienmitglieder bei der TK.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass die TK im Laufe des Jahres auch hier zur Barmer zumindest aufschließen dürfte. Denn in dieser Größenordnung hatte die TK im vergangenen Jahr neue Mitglieder hinzugewonnen.

Nach jahrelangem kräftigen Zuwachs war lange erwartet worden, dass die TK die Barmer GEK bei den Versicherten überrundet. Während andere Kassen tendenziell eher durch Fusionen größer wurden, wuchs die TK aus eigener Kraft. Derzeit gibt es 132 gesetzliche Krankenkassen. Ihre Zahl hat sich in den vergangenen Jahren durch Zusammenschlüsse stark reduziert.

Die TK wertete die Zahlen als Zeichen des Zuspruchs, man sei Dienstleister mit erweitertem Leistungsportfolio. Barmer GEK-Sprecher Athanasios Drougias sagte dem Branchenfachblatt: "Die meisten Versicherten zu haben ist schön, aber nicht wettbewerbsentscheidend." Bester Service und innovative Leistungen seien entscheidend.

rei/dpa

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