Reform der privaten Altersvorsorge Wie sich die Lebensversicherer mit der "Bürgerrente" retten wollen

Zu kompliziert, kaum Rendite – die Riester-Rente gilt als gescheitert. Unter dem Druck der Politik zaubern die Lebensversicherer unter Führung von Allianz-Leben-Chefin Katja de la Viña nun die "Bürgerrente" hervor und wollen so ihr Geschäft sichern. Kritiker warnen genau davor.
Katja de la Viña: Die Vorstandschefin der Allianz Leben geht mit dem Lobbyverband GDV in die Offensive, um die Lebensversicherung zu reformieren

Katja de la Viña: Die Vorstandschefin der Allianz Leben geht mit dem Lobbyverband GDV in die Offensive, um die Lebensversicherung zu reformieren

Foto: Allianz Deutschland

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Zu kompliziert, zu teuer, zu renditeschwach. Spätestens seit den Protesten  vor dem Kanzleramt im Mai 2021 oder der DIW-Studie  zu ihrem 20-jährigen Bestehen gilt die Riester-Rente als Fehlkonstruktion. Die staatlich geförderte Altersvorsorge hat nie das erfüllt, was sie sollte. Die Bundesregierung dringt darum auf ein neues Modell der privaten Altersvorsorge – und diese Chance wollen die Lebensversicherer nicht an sich vorbeiziehen lassen.

In einem internen Papier, das manager magazin vorliegt, hat eine Arbeitsgruppe des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unter Führung von Allianz-Leben-Chefin Katja de la Viña (43) die Grundpfeiler einer "Bürgerrente" entwickelt, die der Verband in Kürze auch offiziell vorlegen will. Der Lobbyistenplan stellt den Versuch dar, in dem milliardenschweren Markt der privaten Altersvorsorge nicht abgehängt zu werden.

Das Szenario ist nicht abwegig. Um neben dem überlasteten staatlichen Rentensystem eine freiwillige, private Altersvorsorge aufzubauen, war einst die sogenannte Riester-Rente eingeführt worden. Insgesamt verwalten die Versicherer bis heute mehr als 10,5 Millionen staatlich geförderte Verträge. Allerdings sind sie so unattraktiv geworden, dass es kaum noch Neugeschäft gibt und rund ein Viertel der Verträge nicht mehr aktiv bespart wird. Das Instrument gilt als tot.

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