Allianz Vermögensverwaltung verliert deutlich Herr Bäte, wir haben ein Problem

Von mm-newsdesk
Dringende Aufgabe für den neuen Chef: Oliver Bäte muss den einstigen Wachstumstreiber Vermögensverwaltung wieder auf Kurs bringen. Eigentlich legen die Kunden im ersten Quartal viel Geld an, bei Pimco ziehen sie es weiter ab. Auch in der größten Sparte, der Schaden- und Umfallversicherung ist das Ergebnis deutlich gefallen

Dringende Aufgabe für den neuen Chef: Oliver Bäte muss den einstigen Wachstumstreiber Vermögensverwaltung wieder auf Kurs bringen. Eigentlich legen die Kunden im ersten Quartal viel Geld an, bei Pimco ziehen sie es weiter ab. Auch in der größten Sparte, der Schaden- und Umfallversicherung ist das Ergebnis deutlich gefallen

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Die US-Fondstochter Pimco hat die Allianz zu Jahresbeginn gebremst. Zwar konnte Europas größter Versicherer den Gewinn im ersten Quartal steigern und hält damit Kurs auf seine Jahresziele. Aber der einstige Wachstumstreiber Vermögensverwaltung verzeichnet Einbußen, weil Pimco nach wie vor Kundengelder verliert, teilte die Allianz am Dienstag mit.

Pimco-Gründer Bill Gross hatte im vergangenen September im Streit mit der Allianz-Führung das Handtuch geworfen. Das verschreckte viele Anleger. Allerdings schwächen sich die Mittelabflüsse inzwischen von Monat zu Monat ab. Das macht der Allianz Hoffnung auf eine Trendwende.

Bereits auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche - die zugleich den Chefwechsel von Michael Diekmann zu Oliver Bäte markierte - hatte der Versicherungskonzern von einem guten Start ins Jahr berichtet: Das operative Ergebnis legte um 5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu, im Gesamtjahr werden weiter 10,0 bis 10,8 Milliarden Euro angepeilt. Im besten Fall würde die Allianz damit den Vorjahreswert erneut übertreffen.

Ergebnis der Vermögensverwaltung fällt um 14 Prozent

Im Auftaktquartal schwächelte nun aber die Vermögensverwaltung, wo das Ergebnis um 14 Prozent auf 555 Millionen Euro schrumpfte. Dabei legen Privatkunden und Fonds gerade zu Jahresbeginn viel Geld an.

Doch bei Pimco sind die Probleme nach den Personalquerelen des vergangenen Jahres hausgemacht: Die auf Anleihen spezialisierte Investmentgesellschaft mit ihrer neuen, breiter angelegten Führungsspitze muss das Vertrauen der Anleger erst neu gewinnen. In den ersten drei Monaten summierten sich die Mittelabflüsse unter dem Strich auf 68,3 Milliarden Euro, während die kleinere konzerneigene Rivalin Allianz Global Investors gut sechs Milliarden neu einsammelte.

Bremsspuren auch in der Schaden- und Unfallversicherung

Zugleich stiegen bei Pimco die Kosten - weil der Führungswechsel Geld verschlang. Das in der Sparte insgesamt verwaltete Vermögen zog seit Ende 2014 dank des starken Dollars aber um sieben Prozent an auf 1,9 Billionen Euro.

Auch in der Schaden- und Unfallversicherung gab es Bremsspuren: Hier stiegen zwar die Prämien an, aber das Ergebnis sank um 14 Prozent auf 1,3 (Vorjahr: 1,5) Milliarden Euro. Einerseits musste die Allianz Restrukturierungslasten wegen der Zerlegung ihrer US-Tochter Fireman's Fund schultern. Es gab zu Jahresbeginn aber auch mehr Naturkatastrophen, die zu Buche schlugen. Sie summierten sich auf 222 Millionen Euro. Besonders die schweren Stürme Elon und Felix im Januar sowie Niklas und Mike im März belasteten das Ergebnis, wie der Konzern mitteilte.

Leben und Krankenversicherung verdienen gut mit Fondsprodukten

Lichtblick war das Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen, wo das Ergebnis um gut ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro kletterte. Die Allianz verwies unter anderem auf eine hohe Nachfrage nach fondsgebundenen Produkten im Ausland.

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rei/reuters/dpa
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