Montag, 14. Oktober 2019

Versicherungen Wie man sich vor Berufsunfähigkeit schützt

Ob Handwerker oder Geschäftsführer: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor dem finanziellem Absturz.

2. Teil: Vorerkrankungen und Zuschläge

Nicht alle Interessenten bekommen die guten Angebote auch. Das zeigte eine Leserbefragung von Finanztest 2010: Berufsunfähigkeitsversicherung: Selten nach Wunsch. Nur jeder vierte Leser, der seine Erfahrungen schilderte, hatte am Ende den Schutz, den er wollte. Fast immer waren Vorerkrankungen der Grund, warum der Vertrag einzelne Krankheiten ausschloss, Kunden Zuschläge zahlen mussten oder zurückgewiesen wurden.

Schwierigkeiten, eine passende Police zu finden, haben auch Menschen mit Berufen, die in den Augen von Versicherern sehr riskant sind. Ein langer Atem, auch das zeigte der Leseraufruf im vergangenen Jahr, führt aber oft noch zum Erfolg. Mit Anbietern lässt sich verhandeln. Manchmal stellt ein ärztlicher Bericht klar, dass eine frühere Erkrankung inzwischen vollständig abgeklungen ist.

Ein fataler Fehler wären falsche Angaben. Antragsteller sollten nicht versuchen, ihre Chancen auf einen Vertrag zu verbessern, indem sie Gesundheitsprobleme verschweigen oder kleinreden. Sonst nutzt die Police im Ernstfall vielleicht gar nichts. In einer Finanztest-Umfrage im Mai diesen Jahres unter Versicherten, die ihre Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen mussten, berichteten mehrere Teilnehmer, dass ihnen die Rentenzahlung mit der Begründung verweigert wurde, sie hätten falsche Angaben im Antrag gemacht.

Es gab aber auch viele gute Erfahrungen. Zwei Drittel der 453 Teilnehmer an der Umfrage waren mit dem Verhalten ihres Versicherers im Ernstfall zufrieden.

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