Greenlight Hedgefonds steigt bei Twitter ein und wettet gegen Elon Musk

Elon Musk bekommt im Streit mit Twitter einen Gegenspieler - der Hedgefonds Greenlight ist bei Twitter eingestiegen und wettet gegen den Tesla-Chef. Verliert Musk den Übernahmerechtsstreit, dürfte Fonds-Gründer David Einhorn 17 Dollar Gewinn je Aktie einfahren.
David Einhorn: Der Hedgefonds-Gründer wettete lange darauf, dass die Tesla-Aktie fallen würde

David Einhorn: Der Hedgefonds-Gründer wettete lange darauf, dass die Tesla-Aktie fallen würde

Foto: BRENDAN MCDERMID / REUTERS

Mitten im Rechtsstreit zwischen Twitter und Tesla-Chef Elon Musk hat der Hedgefonds Greenlight Capital einen Einstieg bei dem Kurznachrichtendienst bekannt gegeben. Man habe im vergangenen Monat die Aktien bei einem Kurs von durchschnittlich 37,24 Dollar gekauft, schrieb Gründer David Einhorn in einem Brief an Investoren, in den die Nachrichtenagentur Reuters am Montag Einblick erhielt.

Wenn Twitter sich bei dem Verfahren durchsetze, könne der Kurs relativ dazu um 17 Dollar steigen. Wenn der Deal jedoch platze, dürfte ein Minus von 17 Dollar die Folge sein. "Also haben wir eine 50-50 Chance auf etwas, das zu mehr als 95 Prozent eintreten sollte," schrieb Einhorn. Die Twitter-Aktie  lag am Montag kurz vor US-Handelsschluss bei knapp 41 Dollar.

Das zuständige Gericht im Bundesstaat Delaware habe dabei guten Grund, Musk dazu zu zwingen, Twitter wie vereinbart für 44 Milliarden Dollar zu kaufen, argumentierte Einhorn. Wenn es Musk jetzt "vom Haken lässt", werde es viele weitere derartige Klagen geben. Zudem habe das Gericht durch seine Urteile über die Jahre hinweg "in diesem Bereich eine große Vorhersehbarkeit geschaffen". Der Prozess ist für Oktober angesetzt. Musk hatte um einen Termin im Februar gebeten.

Einhorn und Musk haben sich wiederholt über Twitter Wortgefechte geliefert. Der Hedgefonds-Gründer wettete jahrelang darauf, dass die Tesla-Aktie fallen würde. Musk hat sein Kaufangebot für Twitter zurückgezogen. Mit einer Klage will das in San Francisco ansässige Social-Media-Unternehmen ihn zwingen, die Fusion wie vereinbart durchzuziehen.

Beobachter halten eine gerichtliche Niederlage Musks und damit eine erzwungene Erfüllung des Übernahmeabkommens für durchaus denkbar. Möglich wäre auch, dass der Multimilliardär Twitter eine in der Vereinbarung vorgesehene Vertragsstrafe von bis zu einer Milliarde Dollar zahlt.

rei/Reuters
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