Sturmtief "Ylenia" kostet deutsche Versicherer wohl 500 Millionen Euro

Einer ersten Schätzung zufolge steht den Assekuranzen wegen "Ylenia" eine halbe Milliarde Euro an Forderungen ins Haus. Die tatsächlichen Schäden dürften noch viel höher liegen.
Umgekippter Lastwagen in Niedersachsen: Horrende Schäden

Umgekippter Lastwagen in Niedersachsen: Horrende Schäden

Foto: Mohssen Assanimoghaddam / dpa

Der Wintersturm "Ylenia" könnte Deutschlands Versicherer eine halbe Milliarde Euro kosten. Das schätzt die auf Versicherungsmathematik spezialisierte Unternehmensberatung Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) in Köln. Nahezu alle Regionen Deutschlands seien von dem Sturm getroffen worden, teilten die Experten mit. Eine Schadenssumme dieser Größe komme alle ein bis zwei Jahre vor.

"Weitere Länder wie Großbritannien, Dänemark und Polen sind zwar auch betroffen, die überwiegende Schadenssumme in Europa dürfte aber aus Deutschland kommen", sagte Geschäftsführer Onnen Siems. "Wir schätzen den versicherten Schaden in Deutschland auf 500 Millionen Euro." Das bedeutet, dass der Gesamtschaden noch erheblich höher liegen könnte, da bei Unwettern in aller Regel nicht alle Schäden versichert sind.

"Ylenia" hatte beim Durchzug großflächige Ausfälle im Zugverkehr und Tausende Feuerwehreinsätze in Deutschland ausgelöst. In zahlreichen Regionen Bäume entwurzelt und Häuser beschädigt. Es gab auch Tote und Verletzte. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt starben laut Polizei drei Autofahrer, weil ihre Wagen von umstürzenden Bäumen getroffen oder durch Sturmböen in den Gegenverkehr gedrückt wurden.

mic/Reuters/AFP