Nach Wework-Debakel Softbank schweigt sich künftig über Gewinne und Verluste aus

Fehlinvestitionen in die US-Konzerne Uber und Wework haben Softbank im Vorjahr einen Milliardenverlust beschert. Konzernchef Masayoshi Son zieht daraus Konsequenzen - und will über Gewinne und Verluste künftig nicht mehr sprechen.
Tech-Investor Masa Son: "Bargeld ist unsere Verteidigung"

Tech-Investor Masa Son: "Bargeld ist unsere Verteidigung"

Foto: Kim Kyung-Hoon/ REUTERS

Der in Schieflage geratene japanische Technologieinvestor Softbank will künftig den Mantel des Schweigens über sein operatives Ergebnis breiten. Diese Maßzahl sei nicht "nützlich", um die Leistung zu beurteilen, erklärte Firmenchef Masayoshi Son (63) am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Softbank nach milliardenschweren Abschreibungen auf Beteiligungen am angeschlagenen Bürovermittler Wework und dem Fahrdienst Uber Anleger noch mit einem Verlust in Rekordhöhe von umgerechnet rund acht Milliarden Euro schockiert. Investoren hatten nun aber einen Betriebsgewinn erwartet.

Wert von Vision Fund steigt um 2,8 Milliarden Dollar im ersten Geschäftsquartal

Son will die Wertentwicklung aller Beteiligungen seines Vision Fund in den Mittelpunkt stellen, die bereits in der Vergangenheit von Kritikern als undurchsichtig bemängelt wurde. Dieser Wert legte im abgelaufenen Vierteljahr - dem ersten Geschäftsquartal - um 2,8 Milliarden Dollar zu.

Das Plus wurde getrieben vor allem von steigenden Aktienkursen, Börsengängen und Anteilsverkäufen wie der Reduzierung der Beteiligung an der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US. "Bargeld ist unsere Verteidigung", hob Son hervor, der zudem auf Aktienrückkäufe setzt und Medienberichten zufolge den Chipdesigner Arm Holdings ins Verkaufsfenster gestellt hat. 

la/Reuters/dpa
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