Geldanlage Comeback der Aktienfonds

Mit der Börsenerholung werden Aktienfonds wieder attraktiver. Privatinvestoren und Anlageberater sehen vor allem auf dem europäischen Markt Chancen.

Frankfurt am Main - Angesichts der Erholung an den Börsen sehen Anlageberater Aktienfonds wieder im Aufwärtstrend. Nach einer Umfrage von Emnid im Auftrag der Vermögensverwaltungs- und Fondsgesellschaft Robeco gehen 60 Prozent der Berater von steigendem Absatz bei Aktienfonds aus.

Für Renten-, Immobilien und Geldmarktfonds gingen die Erwartungen hingegen zurück. Das Absatzklima für Publikumsfonds insgesamt ist den Angaben zufolge seit der ersten Umfrage im Mai stetig angestiegen.

Den Angaben zufolge bewerteten 58 Prozent der Befragten den europäischen Aktienmarkt als den aussichtsreichsten. Damit schlage Europa den nordamerikanischen Markt deutlich, der von 23 Prozent der Befragten positiv bewertet werde.

Die Skepsis gegenüber dem asiatischen Markt nehme ab: Für die Marktchancen Asiens - außerhalb Japans - gaben im Mai noch 44 Prozent ein negatives Urteil, im Juli urteilte dagegen nur noch ein knappes Drittel pessimistisch. Auch der japanische Markt gewinne Vertrauen zurück. Ein Fünftel der Berater sehen gute Perspektiven, im Mai waren es noch drei Prozent, so das Ergebnis der Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Anlegermagazin "Finanzen".

Anleger sind wieder optimistisch gestimmt

Das wieder wachsende Interesse an der Börse wird gestützt von der Hoffnung auf steigende Kurse. Nach einer von Union Investment in Auftrag gegebenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa sind Privatanleger im laufenden dritten Quartal optimistischer für die Entwicklung der Aktienkurse gestimmt und wollen wie bereits im zweiten Quartal verstärkt Aktienprodukte kaufen. 45 Prozent der Befragten seien der Meinung, dass die Aktienmärkte in den kommenden sechs Monaten leicht oder stark steigen werden, teilte die Fondsgesellschaft vergangene Woche mit. Im zweiten Quartal hätten sich nur 36 Prozent der Befragten derart positiv geäußert.

20 Prozent erwarten der Studie zufolge leicht oder stark fallende Märkte. Im zweiten Quartal waren es noch 28 Prozent der Befragten. Der Anteil der Aktien- oder Aktienfondsbesitzer, die verstärkt Kaufabsichten äußerten, sei von 44 Prozent auf 47 Prozent gestiegen, hieß es weiter.

Bei denjenigen, die noch keine Aktien beziehungsweise Aktienfonds besäßen, planten jetzt allerdings nur 22 Prozent einen Kauf von Aktien oder Aktienfonds. Hier habe die Zahl im zweiten Quartal bei 28 Prozent gelegen. Ihre persönliche Lage schätzen die Befragten der Umfrage zufolge wieder positiver ein. Fast jeder Vierte (23 Prozent) glaube inzwischen, dass es ihm zukünftig finanziell besser gehen werde. Im zweiten Quartal seien es 20 Prozent gewesen.

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