Vorsorge Viel nachzuholen

Bilanz nach einem Jahr Riester-Rente. Die Allianz erwartet Belebung bis Jahresende.

Stuttgart - Ein Jahr nach Verabschiedung der Rentenreform stagnieren nach Angaben der Allianz Leben die Abschlüsse für die private Riester-Rente noch auf niedrigem Niveau. Schätzungen gingen davon aus, dass bis Ende März lediglich rund zwei Millionen Riester-Verträge abgeschlossen seien. Dabei gebe es rund 30 Millionen Menschen, die für eine staatliche Förderung ihrer privaten Altersvorsorge in Frage kommen.

Der größte deutsche Lebensversicherer ist nach eigenen Angaben Marktführer bei den Riester-Verträgen. Mehr als 420.000 Kunden hätten sich bis Anfang Mai für die Allianz Leben entschieden - dies bedeute nach Angaben des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) einen Anteil von mehr als 20 Prozent am eingelösten Riester-Geschäft.

Komplizierte Regelungen

Für die Allianz Leben sind die komplizierten Regelungen für die private Altersversorgung mit staatlicher Förderung ein Grund für die geringe Zahl der abgeschlossenen Verträge. Viele Arbeitnehmer warten noch auf Angebote der betrieblichen Altersvorsorge, und die ersten Pensionsfonds wurden erst vor wenigen Wochen genehmigt. Außerdem haben Politiker und Verbraucherschützer immer wieder zum Abwarten bis Ende 2002 geraten, da erst dann alle Riester-Angebote vorlägen. Wer bis Jahresende 2002 einen Riester-Vertrag abschließt, verliert keinen Cent der Förderung.

Allianz-Leben-Vorstand Eckhard Hütter forderte die Politik auf, stärker als bisher für ihre Reform zu werben. Sonst könne rasch der Ruf nach einer Pflichtversicherung laut werden. Eine Belebung der staatlich geförderten Rente erwartet die Versicherung in der zweiten Jahreshälfte.

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