Geldanlage Raus aus Aktien, rein in Fonds

Die Flucht aus Einzeltiteln nützt Investmentfonds. Die Anlegerzahl hat sich seit 1997 verdoppelt.

Frankfurt am Main - Trotz der Börsenflaute halten Anleger Aktien und Fonds die Treue. Die Zahl der direkten Aktionäre in Deutschland ist im Jahr 2001 gegenüber dem Vorjahr zwar von 6,2 auf 5,7 Millionen gesunken. Doch dieser Rückgang wurde mehr als ausgeglichen, da die Zahl der Aktienfondsbesitzer von 8,4 auf 9,8 Millionen geklettert ist. Dies belegt eine Infratest-Umfrage im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts (DAI).

Jeder Fünfte hält Wertpapiere

Im Jahresdurchschnitt 2001 besaßen 12,9 Millionen Einwohner Aktien oder Anteile an Aktienfonds. Damit halte jeder Fünfte aus der Altersgruppe der über 14-Jährigen Wertpapiere, was gegenüber dem Jahr 2000 einem Anstieg um 1,5 Prozent entspricht.

Zahl seit 1997 mehr als verdoppelt

Trotz der herben Verluste am Aktienmarkt seit Herbst 2000 habe sich die Zahl der direkten Aktionäre innerhalb von sechs Jahren – von 1997 bis 2001 – um 1,7 Millionen bzw. 45,3 Prozent erhöht, meldet das DAI. Die Zahl der direkten Aktionäre und Besitzer von Fondsanteilen stieg im gleichen Zeitraum sogar um 129,5 Prozent auf 12,9 Millionen.

"Die steigende Zahl von Aktionären und Fondsbesitzern dokumentiert die zunehmende Aktienreife der Deutschen", kommentierte Rüdiger von Rosen, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Aktieninstituts, die Ergebnisse. Zu einer lebendigen Aktienkultur gehöre aber auch, dass vorübergehende Kursrückgänge ebenso wie besonders starke Zuwächse als Schwankungen angesehen werden: Langfristig sei eine realistische Durchschnittsrendite von rund zehn Prozent pro Jahr zu erwarten.

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