Mit 50 aussteigen Finanzplanung als Laienspiel

So klafft eine riesige Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Sie zu schließen und deutlich vor dem gesetzlichen Rentenalter dem Job Lebewohl zu sagen ist eine Lebensaufgabe.

Banken und Versicherungen waren Anlegern bisher keine große Hilfe. Noch heute, mehr als 20 Jahre nach der Erfindung der Allfinanz, bleiben ganzheitliche Finanzkonzepte zum Wohle der Kunden meist graue Theorie. In einer großangelegten Studie kam Finanzexperte Tilmes vor einigen Jahren zu einem vernichtenden Urteil: Die Qualität der Beratung ist miserabel.

Der Fehler hat System. Bankberater und Versicherungsvertreter, Fondsanbieter und die Initiatoren von Steuersparmodellen haben meist nur eines im Sinn: Sie wollen ihre eigenen Produkte verkaufen und damit möglichst hohe Provisionen kassieren. Eine umfassende Vermögensplanung, die auf die Bedürfnisse und Ziele der Kunden hinarbeitet, gibt es fast nirgendwo.

So gerät die finanzielle Lebensplanung zum Laienspiel, für das sonntags nach dem Kaffee mal ein Stündchen übrigbleibt. Das kann es nicht sein. Wer ein Haus bauen will oder für sein Alter plant, braucht Überblick. Er muß die steuerlichen Auswirkungen seiner Entscheidungen kennen und die Risiken seiner Investitionen einschätzen. Ohne qualifizierte Unterstützung ein schwieriges Unterfangen. Und die ist nicht umsonst zu haben.

Für Multimillionäre keine Neuigkeiten: Die halten sich seit jeher persönliche Finanzberater, die sie für ihre Dienste fürstlich entlohnen. Eine Rundumbetreuung, die nun nicht länger dem Geldadel vorbehalten bleibt.

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