Signa Prime wertet Bestand auf Milliardär Benko kann sich auf Mega-Dividende freuen

Während andere Immobilienfirmen unter der Corona-Krise leiden, läuft es beim österreichischen Karstadt-Kaufhof-Eigner René Benko offenbar gut: Seine Signa Prime Selection AG kündigt einen wahren Geldregen an.
René Benko mit Gattin Nathalie bei einer Kaufhauseröffnung in Berlin Ende 2019

René Benko mit Gattin Nathalie bei einer Kaufhauseröffnung in Berlin Ende 2019

Foto: FELIPE TRUEBA/ EPA-EFE/ REX

Dem österreichischen Milliardär und Karstadt-Kaufhof-Eigner René Benko (43) sowie Mitinvestoren steht offenbar ein größerer Zahltag ins Haus. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet , plant die Signa Prime Selection AG, die beispielsweise die Kaufhäuser "KaDeWe" in Berlin sowie "Goldenes Quartier" in Wien hält, im laufenden Jahr insgesamt 201 Millionen Euro an Dividenden auszuschütten. Das gehe aus einem Schriftstück hervor, das zur Hauptversammlung des Unternehmens erstellt wurde, so Bloomberg. Die Zahlung ist demnach Ende des Jahres zu erwarten.

Die Signa Prime Selection ist eines der Kernunternehmen in Benkos weitverzweigtem Signa-Firmennetzwerk. Das Unternehmen wurde 2010 gegründet und verfügte seinerzeit eigenen Angaben zufolge über ein Immobilienvermögen von 750 Millionen Euro. Inzwischen sei es zu einem der führenden Immobilienunternehmen Europas herangewachsen, mit Beständen im Wert von mehr als 15 Milliarden Euro, verteilt auf Österreich, Deutschland und Norditalien.

Im Bestand des Unternehmens befinden sich neben dem "KaDeWe" und dem "Goldenen Quartier" zum Beispiel das "Oberpollinger" in München sowie das Alsterhaus in Hamburg. Haupteigner mit zusammen 60 Prozent der Anteile sind den Firmenangaben zufolge Benkos Signa Holding sowie die private Stiftung der Familie Benko.

Mit der geplanten Dividendenzahlung hebt sich Signa von anderen Immobilienunternehmen ab, die in der Corona-Krise teils erheblich unter Druck geraten sind. Vermieter wie Europas Platzhirsch Unibail-Rodamco-Westfield waren gezwungen, Dividenden zu kürzen und Aktien sowie andere Vermögenswerte zu veräußern, um an Cash zu kommen, berichtet Bloomberg.

Nicht so Signa Prime Selection. Dem Bericht zufolge hat das Unternehmen eine Aufwertung seines Bestandes im Volumen von 933 Millionen Euro vorgenommen. Das entspreche etwa dem Dreifachen des Signa-Umsatzes von 310 Millionen Euro im vergangenen Jahr, und es sei zugleich die Grundlage für die geplante Ausschüttung. Wie Bloomberg ebenfalls berichtet, hat die Signa Development Selection AG, eine Schwester der Signa Prime, bereits 98,6 Millionen Euro für 2019 ausgeschüttet.

cr
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.