Reallöhne erneut gesunken Hohe Inflation frisst Lohnsteigerungen auf

Zwar sind die Löhne in Deutschland im zweiten Quartal gestiegen. Die Verbraucherpreise zogen im gleichen Zeitraum jedoch deutlich stärker an. Folge: sinkende Reallöhne.
Mehr verdient aber weniger Geld im Portemonnaie: Wegen der hohen Inflation sinken derzeit die Reallöhne

Mehr verdient aber weniger Geld im Portemonnaie: Wegen der hohen Inflation sinken derzeit die Reallöhne

Foto: Daniel Karmann/ picture alliance / dpa

Deutschlands Arbeitnehmer haben wegen der hohen Inflation trotz Lohnsteigerungen weniger Geld in der Tasche. Zwar waren die Löhne einschließlich Sonderzahlungen im zweiten Quartal 2022 um 2,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Weil die Verbraucherpreise in diesem Zeitraum jedoch um 7,6 Prozent stiegen, ergab sich nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Montag unter dem Strich ein Reallohnverlust.

Den preisbereinigten Verdienstrückgang bezifferten die Statistiker auf 4,4 Prozent. Bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres waren die Reallöhne um 1,8 Prozent zum Vorjahresquartal gesunken.

Inflation zehrt Anstieg auf

Nun hat die hohe Teuerungsrate den Nominallohnanstieg erneut mehr als aufgezehrt. Schon in den von der Corona-Pandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 mussten die Arbeitnehmer nach vielen Jahren des Aufschwungs Reallohnverluste hinnehmen.

Im laufenden Jahr hält sich die Inflation seit Monaten hartnäckig über der Marke von 7 Prozent, auch wenn es zuletzt dank staatlicher Entlastungen etwas Entspannung gab. Im Herbst könnte die Inflation in Deutschland allerdings bereits wieder steigen.

mje/ dpa-afpx/ Reuters
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