Finanzinvestor macht Kasse KKR steigt beinahe vollständig bei ProsiebenSat.1 aus

Der Verkauf hatte sich schon angedeutet: Der Finanzinvestor KKR hat den größten Teil seiner Aktien von ProsiebenSat.1 veräußert - und damit wohl eine dreistellige Millionensumme erlöst.
Schilderwald: ProsiebenSat.1-Zentrale in München Unterföhring

Schilderwald: ProsiebenSat.1-Zentrale in München Unterföhring

Foto: Matthias Balk / dpa

Der US-Finanzinvestor KKR hat seinen Anteil an dem deutschen Fernsehkonzern ProsiebenSat.1 durch Aktienverkäufe fast vollständig zurückgefahren. Die Beteiligungsfirma hält nun nur noch 0,28 Prozent nach zuletzt 6,61 Prozent, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht.

Das Engagement des Springer-Großaktionärs bei Prosieben war von Anfang nur ein Finanzinvestment, kein Einstieg mit strategischer Perspektive. Viele Branchenvertreter hatten spekuliert, dass KKR ein Bündnis zwischen dem Berliner Medienkonzern Axel Springer und der Privatsender-Gruppe (Prosieben, Sat.1 und Kabel 1) anstreben könnte. KKR verkaufte jüngst ein großes Aktienpaket und dürfte dank der Kurs-Erholung einen zweistelligen Millionenbetrag verdient haben.

Vor wenigen Tagen war bereits bekannt geworden, dass KKR elf Millionen Aktien verkaufen und damit rund 4,7 Prozent des Gesamtkapitals abgeben wolle. Für die Papiere verlange KKR mindestens einen Preis von 13,42 Euro, was rund 5 Prozent Abschlag zu jüngsten Kursen bedeutete. Mit dem Verkauf könnte der Finanzinvestor somit um die 150 Millionen Euro erlösen.

cr/Reuters