Samstag, 7. Dezember 2019

Börse Dax klettert zum fünften Mal in Folge

Aufwärtstrend: Der Dax hält sich über der Marke von 6300 Zählern

Gewinne an den US-Börsen ziehen den Dax weiter nach oben. Der deutsche Leitindex schließt über 6300 Punkten und ist noch knapp 80 Zähler von seinem Jahreshoch entfernt. Aktien der Autobauer sind gefragt - VW und MAN legen zu.

Frankfurt am Main - Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Montag zum fünften Mal in Folge im Plus geschlossen. Der Leitindex stieg um 0,3 Prozent auf 6309,51 Punkte und hielt sich damit knapp über der Marke von 6300 Punkten. Von seinem Jahreshoch bei etwa 6386 Punkten ist der Dax damit nur noch knapp 80 Punkte entfernt.

Der MDax legte um 0,67 Prozent zu auf 8985,80 Punkte - der höchste Stand seit Juli 2008. Der TecDax Börsen-Chart zeigen gewann 1,11 Prozent auf 781,92 Punkte.

Leicht positive Impulse kamen Händlern zufolge aus den USA, wo die Hoffnung auf weitere Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur die Notierungen an der Wall Street etwas stützte.

Autotitel gefragt

Automobiltitel waren europaweit gefragt. Papiere von Volkswagen Börsen-Chart zeigen etwa verteuerten sich um 1,41 Prozent auf 90,54 Euro. Die Aktien der Wolfsburger profitierten von einer Kurszielanhebung der WestLB wie auch den guten Absatzzahlen der tschechischen Tochter Skoda für September.

Für die MAN-Papiere ging es an der Dax-Spitze um 2,05 Prozent nach oben. Im MDax kletterten Lanxess-Aktien nach einem positiven Analystenkommentar zwischenzeitlich auf einen neuen Rekordstand von 48,36 Euro. Am Ende stiegen die Spezialchemietitel um 2,89 Prozent auf 47,83 Euro.

Merck leiden unter Erbitux-Studie

Am Dax-Ende verloren die Aktien des Pharma- und Chemieunternehmens Merck nach der Veröffentlichung von Studienergebnissen zu dem Krebsmittel Erbitux 1,14 Prozent auf 60,77 Euro. Händler verwiesen auf negative Ergebnisse einer unabhängigen, norwegischen Studie bei einer speziellen Darmkrebsform, die die Titel belasteten.

Gewinnmitnahmen bei Demag Cranes

Die Papiere von Demag Cranes rutschten belastet von Gewinnmitnahmen um 3,61 Prozent auf genau 36,00 Euro ans MDax-Ende ab. Übernahmespekulationen hatten die Aktien des Anlagenbauers an den vorangegangenen beiden Handelstagen um knapp ein Viertel nach oben getrieben. Der finnische Kranbauer Konecranes hatte am vergangenen Freitag sein Interesse an dem deutschen Konkurrenten bestätigt.

Jetzt teilten die Finnen mit, die indische WMI Cranes für umgerechnet etwa 28 Millionen Euro zu übernehmen. Nach Ansicht eines Börsianers weckte dies Sorgen, Konecranes habe nicht auch noch die ausreichenden Mittel für Demag.

Der EuroStoxx 50 rückte um 0,15 Prozent vor auf 2789,72 Punkte. Gewinne verbuchten auch die Leitindizes CAC-40 in Paris sowie FTSE 100 in London. An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss minimal im Plus.

Euro etwas schwächer

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere abermals auf einem Wert von 2,03 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,02 Prozent auf 128,45 Punkte zu. Der Bund Future aber fiel um 0,13 Prozent auf 131,67 Punkte. Der Kurs des Euro entfernte sich weiter von der Marke von 1,40 US-Dollar und kostete zuletzt 1,3896 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3936 (Freitag: 1,3874) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7176 (0,7208) Euro

la/rei/dpa-afx

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