Börse Dax schafft die Wende ins Plus

Am Ende hat die Zuversicht die Oberhand behalten: Nach herben Kursverlusten im frühen Handel hat der Dax im Plus geschlossen. Anfängliche Zweifel am 750-Milliarden-Euro-Rettungspaket der Euro-Staaten traten angesichts positiver Meldungen der US-Unternehmen in den Hintergrund. Abwärts ging es in Deutschland für die Banken.

Frankfurt am Main - Nach dem Kursfeuerwerk zu Beginn der Woche hat der Dax  am Dienstag erneut zugelegt. Händler begründeten dies mit positiven Nachrichten aus den USA. Eine zunehmend nüchterne Betrachtung des Rettungsschirms für die schwächelnden Länder der Euro-Zone allerdings verhinderte größere Gewinne.

So rückte der Leitindex am Ende um 0,33 Prozent auf 6038 Punkte vor. Der MDax  legte um minimale 0,05 Prozent auf 8174 Punkte zu und der TecDax  verlor 1,30 Prozent auf 770 Punkte.

In den Vereinigten Staaten habe sich die Stimmung unter den kleinen Unternehmen deutlich aufgehellt, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Anleger messen dieser Meldung eine hohe Bedeutung zu, da gering kapitalisierte Firmen einen Gutteil der Arbeitsplätze in den USA stellen.

Dennoch ist die Skepsis am Markt noch nicht verflogen. Die Investoren überlegten jetzt, welche Konsequenzen das von Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank geschnürte Rettungspaket haben werde, sagte Ruland.

Europaweit gehörten Finanzwerte zu den größten Verlierern. Aktien der Commerzbank  sowie der Deutschen Bank  gaben um 2,38 und 1,20 Prozent nach, nachdem sie am Montag überdurchschnittlich von der Euphorie profitiert hatten.

Darüber hinaus hielt die Berichtssaison die Anleger auf Trab. Die Titel der Deutschen Post  legten um 1,42 Prozent auf 12,10 Euro zu, nachdem der Logistiker die Gewinnerwartungen übertroffen hatte. Auch die Zahlen von K+S wurden gut ausgelegt, die Papiere des Düngemittel- und Salzproduzenten lagen am Ende 0,35 Prozent im Plus. Solarwerte fanden sich nach Zahlen überwiegend deutlich im Minus wieder.

Nach den zum Teil exorbitanten Kursgewinnen bei den Finanzwerten machten Anleger zunächst einmal Kasse. Nicht überzeugen konnten zudem die Zwischenbilanz von Indexschwergewicht Eon .

Der EuroStoxx 50  sank um 1,03 Prozent auf 2730 Punkte. Auch in Paris und London gaben die Kurse nach. An der Wall Street aber präsentierten sich die wichtigsten Aktienindizes im Plus

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,44 (Vortag: 2,54) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,65 Prozent auf 126,67 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,20 Prozent auf 125,74 Punkte. Der Kurs des Euro  fiel kräftig: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2698 (1,2969) Dollar fest. Der Dollar  kostete damit 0,7875 (0,7711) Euro.

manager magazin mit Material von dpa-afx

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