Wall Street Dickes Plus in 2009

Den letzten Handelstag des Jahres 2009 hat der Dow Jones mit geringen Verluste beendet. Auf Jahressicht aber hat der Leitindex die beste Entwicklung seit 2003 hingelegt. Wohl dem, der richtig investiert war. Bei bereits länger investierten Anlegern dürfte sich die Euphorie allerdings in Grenzen halten.

New York - Ungeachtet der Kursverluste am letzten Handelstag hat der Dow Jones  im Jahr 2009 die beste Entwicklung seit 2003 hingelegt. Am Donnerstag, dem letzten Handelstag des Jahres, schloss der US- Leitindex zwar 1,14 Prozent tiefer bei 10.428 Punkten. Auf Jahresbasis schlug allerdings ein sattes Plus von knapp 19 Prozent zu Buche. Wer die ideale Einstiegsgelegenheit nach den Tiefstkursen im März genutzt hatte, konnte sich sogar über Gewinne von fast 60 Prozent freuen.

Der marktbreite S&P-500-Index verzeichnete Tagesverluste von 1,00 Prozent auf 1115,10 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq schloss der Nasdaq Composite  0,97 Prozent schwächer bei 2269 Zählern, der Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 0,98 Prozent auf 1860 Zähler.

Einmal den Bullen streicheln: An der Wall Street hat der Dow Jones im Jahr 2009 rund 19 Prozent zugelegt. Ausgesuchte Finanz- und Technologiewerte zählten zu den größten Gewinnern. Aktien von American Express gewannen auf Jahressicht 125 Prozent hinzu und waren damit stärkster Wert im US-Leitindex

Einmal den Bullen streicheln: An der Wall Street hat der Dow Jones im Jahr 2009 rund 19 Prozent zugelegt. Ausgesuchte Finanz- und Technologiewerte zählten zu den größten Gewinnern. Aktien von American Express gewannen auf Jahressicht 125 Prozent hinzu und waren damit stärkster Wert im US-Leitindex

Foto: Getty Images

Bei länger investierten Anlegern dürfte sich die Euphorie in Grenzen halten: Im Vorjahr hatte der Dow Jones  mit einem Minus von fast 34 Prozent den größten Verlust seit dem Wirtschaftskrisenjahr 1931 erlitten. Aus Sicht des vergangenen Jahrzehnts hinkt das weltweit am meisten beachtete Börsenbarometer seiner Entwicklung ebenfalls hinterher. Bis zum damals erreichten Kursniveau fehlen dem Index noch rund 9 Prozent.

Finanzwerte hatten auf Jahressicht die Nase vorn

Finanzwerte stemmten sich nicht nur auf Tagesbasis gegen den schwachen Trend, sondern hatten auch auf Jahressicht die Nase vorn: Aktien von JPMorgan Chase  beendeten den letzten Handelstag als einziger Gewinner im Dow 0,34 Prozent höher bei 41,67 US-Dollar. Im Gesamtjahr konnten die Titel des Bankhauses um satte 34 Prozent zulegen. Eine noch bessere Jahresperformance zeigten Aktien von American Express , die den Tag mit nur moderaten Verlusten von 0,69 Prozent bei 40,52 Dollar beendeten. Seit Ende 2008 schossen die Papiere des Kreditkartenanbieters um 125 Prozent hoch, was ihnen mit Abstand den ersten Platz im US-Leitindex bescherte.

Mit Citigroup  gab es allerdings auch einen Finanzwert mit heftigen Verlusten: Im Jahresverlauf büßte die Aktie der schwer von der Finanzkrise gebeutelten Bank fast 50 Prozent an Wert ein.

Microsoft und IBM verteuerten sich um mehr als die Hälfte

Auch Anleger, die vor einem Jahr in Technologiewerte investiert hatten, konnten sich freuen: So legten Titel des Softwareriesen Microsoft  in diesem Zeitraum um knapp 58 Prozent zu, Anteilsscheine des weltgrößten Computerkonzerns IBM  verteuerten sich um fast 57 Prozent. Weitere Gewinner im Technologiesektor waren Hewlett-Packard  (HP) mit plus 42 Prozent und Intel, die um 39 Prozent vorrückten. Im Rohstoffsektor ging es für Alcoa, die am letzten Handelstag mit minus 1,10 Prozent auf 16,12 Dollar im Mittelfeld landeten, seit Jahresbeginn um 51 Prozent bergauf.

Recht gut hielten sich auch Titel des Unterhaltungskonzerns Walt Disney , die nur 0,09 Prozent auf 32,25 Dollar verloren, auf Jahressicht aber um 43 Prozent nach oben sprangen. Die Aktionäre von Marvel Entertainment stimmten dem Kauf der Comic-Schmiede durch den Unterhaltungsriesen zu. Disney hatte die Übernahme indes bereits Ende August angekündigt. Entsprechend war die Marvel-Aktie mit plus 0,06 Prozent auf 54,08 Dollar recht unauffällig.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.