Börse Dax gibt Gewinne zum Schluss wieder ab

Der Dax hat einen Großteil seiner Tagesgewinne wieder eingebüßt. Der Leitindex schloss knapp oberhalb der 6000-Punkte-Marke, nachdem er bereits auf 6026 Punkte gestiegen war. Ein positiver Start in New York und US-Konjunkturdaten hatten die Kurse gestützt. Später war es auch die Wall Street, die den Markt runter zog.

Frankfurt am Main - Der Dax  hat den Dienstag, den letzten vollen Handelstag der verkürzten Handelswoche vor dem Jahreswechsel, mit einem Gewinn von 0,14 Prozent bei 6011 Punkten beendet. Zuvor war der Leitindex bereits auf bis zu 6026 Punkte gestiegen.

Auch die US-Börsen gaben einen Großteil ihrer frühen Handelsgewinne bis zum Börsenschluss in Frankfurt wieder ab. Zuletzt lag der Dow Jones nur noch mit 0,1 Prozent im Plus.

"Wir befinden uns zwar in einer Jahresendrally, diese fällt aber ein wenig mager aus", sagte ein Händler. Der Case-Shiller-Hauspreisindex habe dem Markt keinen neuen Impuls gegeben, auch wenn die zaghafte Stabilisierung des Häusermarktes leicht positiv gesehen werde. Auch neue Daten zum Verbrauchervertrauen beeinflussten die Kurse kaum.

Die Zuversicht der US-Verbraucher hat sich im Dezember weiter aufgehellt. Der entsprechende Index kletterte auf 52,9 Punkte nach revidierten 50,6 Punkten im Vormonat, wie das Conference Board, ein Institut der Privatwirtschaft, am Dienstag in New York mitteilte. Damit wurden die Erwartungen der Ökonomen in etwa getroffen.

An der Dax-Spitze rangierten die Papiere von Eon , Infineon , ThyssenKrupp  und Volkswagen . Auch die Aktien des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care  lagen mit plus 0,48 Prozent im grünen Bereich. Auch Anteile der Merck KGaA  erholten sich um 0,71 Prozent auf 65,05 Euro. Die ebenfalls festeren Lufthansa-Papiere  komplettierten die Spitzengruppe aus zum Wochenauftakt wenig gefragten Titeln.

Mit MAN  gewann auch der größte Verlierer vom Montag 0,84 Prozent. Ein Händler hob einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hervor, wonach die International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi dem Nutzfahrzeughersteller die restlichen 30 Prozent an Ferrostaal abkaufen könnte. Der Ferrostaal-Chef Matthias Mitscherlich sagte dem Blatt, die Araber könnten bereits im zweiten Quartal 2010 die restlichen Anteile übernehmen. Die IPIC hatte bereits Anfang 2009 70 Prozent an dem Industriekonzern von MAN gekauft. Nach Ansicht des Händlers könnten sich MAN-Aktien damit leicht erholen, da der Nutzfahrzeughersteller sich so weiter von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Sparten trenne.

Anleger ignorieren Interview von BASF-Chef Hambrecht

BASF  reagierten wie von Händlern erwartet kaum auf ein Presseinterview. Demnach rechnet der Chemiekonzern nach einem Umsatzeinbruch im ablaufenden Geschäftsjahr wieder mit Wachstum für 2010. "Wir werden nach und nach wieder zu alter Wachstumsstärke zurückkehren", kündigte BASF-Chef Jürgen Hambrecht im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" an.

Im TecDax ragten Q-Cells mit einem Sprung um 5,83 Prozent auf 10,53 Euro heraus. Ein Händler verwies auf ein Interview mit Vorstandschef Anton Milner. Dem "Handelsblatt" sagte er, der Solarkonzern wolle nach einem Milliardenverlust zügig in die Gewinnzone zurückkehren. Allerdings werde das erste Quartal noch von Belastungen aus dem Umbau gekennzeichnet sein. Das seien keine wirklich neuen Aussagen, schränkte der Börsianer aber ein. Vor allem zeige sich der Konzern sogar etwas vorsichtiger als bislang. Zuvor hatte Q-Cells bereits für das erste Quartal einen operativen Erfolg in Aussicht gestellt. Allerdings hätten die Aktien daraufhin bereits am Vorabend im Parketthandel zugelegt.

In Deutschland wird nur noch am heutigen Dienstag den ganzen Tag gehandelt, am Mittwoch schließt der Xetra-Handel um 14.00 Uhr, und an Silvester bleibt die Frankfurter Börse ganz geschlossen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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