Märkte Dax überwindet 5800-Punkte-Marke

Mit frischem Schwung ist der Aktienmarkt in die Handelswoche gestartet. Der hiesige Leitindex Dax legte um 2 Prozent auf 5800,30 Zähler zu und nähert sich damit wieder seinem bisherigen Jahreshöchststand vom Oktober. Rekordwerte gab es zudem in London - und auch die Notierungen in New York legen zu.

Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt hat den Anlegern am Montag Freude bereitet. Der Frankfurter Leitindex Dax  gewann 2,1 Prozent auf 5805 Punkte. Der MDax  der mittelgroßen Aktiengesellschaften stieg um 1,8 Prozent auf 7440 Zähler, und der technologielastige TecDax  verbesserte sich um 2,7 Prozent auf 782 Punkte.

Zu der optimistischen Stimmung am deutschen Aktienmarkt trugen maßgeblich positive Vorgaben anderer Handelsplätze in Asien und Europa bei. Auch in New York tendierte die Börse nach unerwartet guten Einzelhandelszahlen fester: Das US-Handelsministerium hatte bekanntgegeben, dass der Einzelhandelsumsatz im Oktober um 1,4 Prozent zulegte. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet.

Zudem gab der schwächere Dollar den Rohstoffpreisen Auftrieb, was wiederum den Aktien von Ölfirmen und anderen Branchenwerten auf die Sprünge half; der Dollar war heute bis auf 1,4970 US-Dollar für einen Euro  abgesackt, erholte sich schließlich aber auf 1,4925 Dollar. "Der fallende Dollar hat die Anleger zum Einkaufen verleitet", sagte Peter Boockvar, Aktienstratege bei Miller Tabak & Co. Der Weltleitindex Dow-Jones-Industrial  gewann dadurch bisher 1,2 Prozent auf 10.396 Punkte.

Kursgewinne prägten heute dann auch die Entwicklung an den übrigen bedeutenden Aktienmärkten Europas. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , schloss mit plus 1,5 Prozent auf 2926,15 Punkte. Für den Pariser CAC-40-Index  ging es ebenfalls um 1,5 Prozent hoch, und zwar auf 3863,16 Zähler. Der Londoner FTSE 100  gewann 1,63 Prozent auf 5382,67 Punkte und markierte damit ein 14-Monatshoch. Vor allem Kursgewinne der schwer gewichteten Minenwerte trugen zu dem Plus bei, nachdem die Rohstoffpreise wieder gestiegen sind.

Der Preis für eine Feinunze Gold  beispielsweise erreichte am Montag im europäischen Handel mit 1132,95 Dollar ein Rekordhoch. Als Hauptgrund für den Run auf das gelbe Metall gilt die anhaltende Dollar-Schwäche, die auch die Preise für andere Metalle und Öl in die Höhe trieb. "Es gibt keinen Grund, warum der Goldpreis in den nächsten Tagen nicht die 1200-Dollar-Marke ins Visier nehmen sollte", sagte Tom Kendall, Rohstoffstratege bei Mitsubishi.

Der Ölpreis zog ebenfalls wieder an und machte einen Teil der Vorwochenverluste wett. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 77,15 Dollar ein Prozent mehr als am Freitagabend in New York. Nordseeöl der Sorte Brent  verteuerte sich auf 77,18 Dollar.

Auf dem Frankfurter Aktienparkett standen heute die Aktien von ThyssenKrupp  und Daimler  im Mittelpunkt des Anlegerinteresses, die beide um 4,4 Prozent zulegten und so schließlich 24,90 Euro und 35,81 Euro kosteten. Lediglich zwei Werte schlossen mit Verlusten: K+S-Titel  verloren 1,0 Prozent auf 38,41 Euro und die Anteilsscheine von Fresenius Medical Care  gaben um 0,2 Prozent auf 35,89 Euro nach.

In der zweiten Reihe stieg der Aktienkurs von Pfleiderer  um 6,2 Prozent auf 7,40 Euro und die Titel der Heidelberger Druckmaschinen  gewannen 5,8 Prozent auf 5,43 Euro. Gegen den Trend verloren dagegen Sky-Anteilsscheine  3,7 Prozent auf 2,80 Euro. Im TecDax  waren darüber hinaus nach überraschend guten Zahlen und einer angehobenen Prognose vor allem die Titel von SMA Solar  gesucht, deren Preis deshalb um 7,7 Prozent auf 78 Euro stieg.

Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Montag im Vormittagshandel ebenfalls deutlich gestiegen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,41 Prozent auf 121,82 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,27 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von ddp, dpa-afx und reuters

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