Märkte Flauer Handel, große Gewinne

Weil die US-Börsen am Labor Day Pause machten, verzeichnete der Handel in Frankfurt schwache Umsätze. Dabei schnellte der Dax jedoch um 1,5 Prozent nach oben. Den Papieren von Bayer halfen positive Analystenkommentare an die Indexspitze. Gegenwind spürten die Rückversicherer und Volkswagen.

Frankfurt am Main - Optimistische Einschätzungen von Analysten haben dem deutschen Aktienmarkt zu einem positiven Start in die neue Woche verholfen. Der Dax  ging am Montag mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 5463 Punkten aus dem Handel.

Für den MDax  der mittelgroßen Werte ging es um 2,39 Prozent auf 6931 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax  stieg um 1,94 Prozent auf 715 Zähler.

Wegen des US-Feiertags Labor Day und der geschlossenen Wall Street verlief das Geschäft allerdings ruhig, und die Umsätze waren niedrig: Insgesamt wurden 97 (Freitag: 102) Millionen Dax-Titel im Wert von 2,3 (2,8) Milliarden Euro gehandelt.

Im Dax waren vor allem Beiersdorf  und Bayer  gefragt. Die Aktien des Konsumgüterherstellers stiegen um 4,3 Prozent auf 37,28 Euro, die Papiere des Chemiekonzerns verteuerten sich um 3,9 Prozent auf 44,14 Euro, nachdem die Analysten der Bank of America /Merrill Lynch  den Titel als ihren Favoriten in der europäischen Branche bezeichnet hatten. Gesucht waren zudem vor allem Commerzbank , ThyssenKrupp  und Fresenius Medical Care . Gegen den Trend verloren Volkswagen  0,6 Prozent auf 120,10 Euro.

Dagegen hinkten die Aktien der Rückversicherer Hannover Rück  und Münchener Rück  dem Markt mit leichten Abschlägen hinterher. Auf einem Branchentreff in Monte Carlo hatten die Rückversicherer erklärt, derzeit kaum Preiserhöhungen durchsetzen zu können.

In der zweiten Reihe stiegen Bauer um 6,2 Prozent auf 27,89 Euro. ProSiebenSat.1  verteuerten sich um 5,3 Prozent auf 7,56 Euro. Verlierer gab es hier nicht. Die geringsten Gewinne verzeichneten Hugo Boss  mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 22,75 Euro.

Im TecDax waren vor allem Singulus  gesucht, die 17,5 Prozent auf 2,62 Euro zulegten. Conergy  verteuerten sich um 11,8 Prozent auf 0,85 Euro. Unter Druck standen vor allem IDS Scheer  mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 15,00 Euro. Draegerwerk gaben 0,1 Prozent auf 20,23 Euro ab.

Der Euro wurde am Abend mit 1,4334 Dollar kaum verändert gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,4330 Dollar festgestellt hat. Hier fehlten vor allem die Impulse aus dem US-Geschäft, hieß es von Devisenhändlern.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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