Börsen Fernost Die Hoffnungs-Hausse

Gestützt auf steigenden Konjunkturoptimismus haben die fernöstlichen Börsen den Wochenauftakt im Plus beendet. Das gilt für Japan, aber auch für Taiwan und Australien. Damit reiht sich diese Region ein in den Reigen der anderen Weltbörsen, die eine gesundende Weltwirtschaft vorwegnehmen.

Hongkong - Konjunkturoptimismus hat die meisten asiatischen Aktienmärkte am Montag beflügelt. Die besser als befürchtet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag schürten auch in Fernost Hoffnungen auf ein Ende der Rezession in den Vereinigten Staaten. Hoffnung auf ein baldiges Ende des Abschwungs machten den Börsianern zudem Daten, wonach die japanischen Maschinenbauer im Juni zum ersten Mal seit vier Monaten wieder einen Anstieg der Auftragseingänge verzeichneten.

Nach den positiven Vorgaben aus den USA zum Wochenausklang legte der 225 Werte umfassende Nikkei  1,1 Prozent auf 10.524 Punkte zu und schloss auf einem Zehn-Monats-Hoch. Der breiter gefasste Topix  gewann 1,3 Prozent auf 969 Zähler. An der Börse in Hongkong stieg der Leitindex 1,9 Prozent. Auch die Märkte in Taiwan und Australien lagen im Plus. Die Börse in Südkorea notierte unverändert. Hier schöpften Händler nach der jüngsten Rally Gewinne ab. Die Börse in Shanghai gab dagegen 1,5 Prozent nach.

In Tokio stiegen die Aktien des größten japanischen Chemiekonzerns Mitsubishi Chemical  knapp fünf Prozent, nachdem die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet hatte, das Unternehmen verhandle über den Kauf des Rivalen Mitsubishi Rayon. Die beiden Unternehmen würden sich voraussichtlich im Herbst auf die bis zu 2,1 Milliarden Dollar schwere Übernahme einigen und planten deren Abschluss im kommenden Frühjahr. Die Aktien von Mitsubishi Rayon schossen fast 20 Prozent in die Höhe.

Die Papiere des größten japanischen Reifenherstellers Bridgestone  kletterten um 5,6 Prozent. Zwar hatte der Continental-Rivale  am Freitag einen operativen Quartalsverlust ausgewiesen, aber auch seine Jahresprognose angehoben.

Von dem gestiegenen Auftragseingang im Maschinenbau profitierten Unternehmen der Branche: Die Titel von Hitachi Constructions  gewannen drei Prozent, die Anteilsscheine des weltweit zweitgrößten Baumaschinenherstellers Komatsu  kletterten um 2,9 Prozent. Analysten warnten aber, zu früh von einer nachhaltigen Erholung im Maschinenbau auszugehen.

Gefragt waren zudem Exportwerte. Sie profitierten von einem schwächeren Yen, da der Dollar seine Gewinne vom Freitag im Zuge der US-Jobdaten halten konnte. Die Aktien von Sony  legten 3,2 Prozent zu, die Titel von Canon  verteuerten sich um 2,1 Prozent. Der Dollar notierte bei 97,20 Yen. Der Euro lag wenig verändert bei 1,4191 Dollar. Der Ölpreis gab nach.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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