Märkte US-Börsen schließen uneinheitlich

Der New Yorker Aktienmarkt hat am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss praktisch unverändert bei 8763 Punkten. Hierzulande konnte der Dax die Marke von 5000 Punkten nicht halten.

New York/Frankfurt am Main - Die führenden US-Aktienindizes haben am Dienstag erneut uneinheitlich geschlossen. Der Dow Jones schloss mit einem hauchdünnen Minus nahezu unverändert, die übrigen Indizes legten zu. "Es gibt keine tollen Geschichten am Markt", sagte ein Aktienhändler. Derzeit lege der Markt eine Verschnaufpause ein.

Ein anderer Händler sagte, derzeit lasteten Sorgen auf den Kursen, dass die Rückzahlung staatlicher Hilfen die wirtschaftliche Erholung behindern könne. Das Finanzministeriums hatte zehn Banken gestattet, Mittel aus dem sogenannten TARP-Programm zurückzuzahlen, die sie im vergangenen Herbst auf dem Höhepunkt der Finanzkrise erhalten hatten.Technologiewerte profitieren unterdessen vom optimistischen Ausblick von Texas Instruments .

Der Dow Jones  fiel um 0,02 Prozent auf 8763,06 Zähler. Der S&P-500-Index gewann 0,35 Prozent auf 942,43 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Composite-Index  um 0,96 Prozent auf 1.860,13 Zähler.

In Deutschland hatte der Aktienmarkt mit dem Schicksal von Arcandor  im Fokus zuvor etwas an Terrain verloren. Der Dax  rutschte zum Handelsende knapp unter die 5000-Punkte-Marke. Der MDax  gab 0,53 Prozent auf 5.788,59 Zähler nach. Der TecDax  verlor 0,2 Prozent auf 634,43 Punkte.

"Die Börse hat wie in den Vortagen hoffnungsvoll angefangen und dann nachgelassen - derzeit kommt der Markt einfach nicht vom Fleck, und der Dax bleibt bei 5000 Punkten festgenagelt", sagte Fondsmanager Thilo Müller von MB Fund Advisory.

Schwächster Titel im Dax waren Deutsche Börse , die 3 Prozent auf 59 Euro verloren. Allianz  gaben 1,7 Prozent auf 67,90 Euro nach und Deutsche Post  verbilligten sich um 1,6 Prozent auf 10,01 Euro.

Gesucht waren auf der anderen Seite Volkswagen , die sich um 2,5 Prozent auf 254,18 Euro verteuerten. Henkel  und Merck  legten jeweils rund 1,5 Prozent auf 22,54 beziehungsweise 68,79 Euro zu.

Im MDax verloren Arcandor weitere 48,1 Prozent auf 0,55 Euro. Der Konzern hatte am Mittag nach fehlgeschlagenen Rettungsversuchen Insolvenz angemeldet. Daneben fielen Heidelberger Druck  um 10,3 Prozent auf 4,55 Euro. Das schwer angeschlagene Heidelberger Unternehmen hat Staatshilfen beantragt. Dagegen legten ProSiebenSat1  9,8 Prozent auf 3,70 Euro zu. Gesucht waren auch Kuka  und Leoni .

Im TecDax führten Drägerwerk  die Verlierer mit einem Minus von 4,2 Prozent auf 20,11 Euro an. Gegen den Trend stiegen Carl-Zeiss Meditec um 4,7 Prozent auf 9,65 Euro. Gesucht waren auch Infineon. Händler verwiesen auf die angehobene Umsatz- und Ergebnisprognose des Wettbewerbers Texas Instruments. Ein anderer Beobachter wertete darüber hinaus die neue Preispolitik von Apple  für seine iPhones als positiv. Infineon  ist Zulieferer für das Mobiltelefon von Apple.

Der Euro  wurde am Abend deutlich fester zu 1,4020 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,3959 Dollar festgestellt. Händler und Analysten sprachen von einer technischen Gegenreaktion des Euro auf die hohen Kursverluste vom Montag und Freitag.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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