US-Börsen Auf ins Plus

Die US-Börsen haben mit einem Plus geöffnet. Schnäppchenjäger, so munkelt man, hätten hie' und da zugegriffen. Doch die Mehrheit der Anleger wartet auf die Einschätzungen der Lage unter anderem von Finanzminister Timothy Geithner.

New York - Die US-Aktienmärkte haben sich am Dienstag im frühen Handel etwas von ihrem Zwölf-Jahrestief vom Wochenanfang erholt. Einige Börsianer sprachen von Schnäppchenjägern, die die Kurse hochtrieben.

Investoren warteten gespannt darauf, ob Finanzminister Timothy Geithner bei einer Kongressanhörung im Handelsverlauf neue Details zu seinem Plan zur Rettung des Finanzsektors nennen würde. Anfang Februar hatten die Finanzmärkte mit großen Kursabschlägen auf die Vorstellung des staatlichen Rettungspaketes reagiert, da bei den Anlegern viele Fragen offenblieben. Auch Notenbankchef Ben Bernanke wollte sich im Handelsverlauf äußern.

Der Dow Jones , Index der Standardwerte, schaffte es trotz einer Aufwärtsbewegung jedoch nicht wieder über die Marke von 7000 Punkten, unter die er am Montag erstmals seit Oktober 1997 gefallen war. Der Leitindex notierte wenige Minuten nach dem Handelsstart 1,2 Prozent fester bei 6844 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,5 Prozent auf 711 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq  kletterte um 1,5 Prozent auf 1341 Punkte.

Einige Anleger hielten besonders Finanztitel nach dem Vortages-Kursrutsch für unterbewertet. Die Aktien der Bank of America  und Citigroup  legten um gut acht Prozent zu, bei JPMorgan belief sich das Plus immerhin noch auf zwei Prozent. Am Montag hatte der Versicherer die Anleger mit dem größten Verlust der Wirtschaftsgeschichte verunsichert und vor allem die Finanzwerte auf Talfahrt geschickt. Die Wertpapiere von AIG  konnten sich am Dienstag sogar um 15 Prozent verbessern. Ein Anstieg des Ölpreises verhalf Energiewerten zu Kursgewinnen: Aktien von Exxon  legten gut ein Prozent zu.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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