Märkte Dax schließt im Minus

Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde der Dax den dauerhaften Sprung ins Plus schaffen. Doch mit der Schlussglocke an der Börse war die Gewissheit da, dass es damit auch am Dienstag nichts sein würde.

Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag weiter nachgegeben. Der Dax  beendete den Handel 0,5 Prozent tiefer bei 3690 Punkten. Größter Gewinner im Leitindex waren die Aktien von Daimler  mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent auf 17,87 Euro.

Die Verliererliste führten die Aktien der Commerzbank  mit einem Minus von 7,1 Prozent auf 2,40 Euro an. Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 138 Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 2,7 (2,9) Milliarden Euro.

Auch die Aktien von K+S verloren mehr als 5 Prozent an Wert. Nach einem Medienbericht bereitet der Düngemittelhersteller ein Übernahmeangebot für den US-Salzkonzern Compass Minerals vor. K+S nahm zu den Gerüchten keine Stellung.

Beiersdorf  legte sein Zahlen vor. Die ergäben für das abgelaufene Jahr auf den ersten Blick ein "gemischtes Bild", sagte ein Händler in einer ersten Reaktion auf die Zahlen. Unter dem Strich verlor die Aktie.

Finanzwerte hatten am Morgen noch einen Erholungsversuch gestartet. Die Titel der Deutschen Bank gehörten im frühen Handel zeitweise zu den Gewinnern im Dax, das Plus betrug bis zum Mittag noch knapp 2 Prozent. Auch die Postbank konnte zumindest ein Plus von 0,9 Prozent verteidigen. Doch zur Schlussglocke notierte die Deutsche Bank mit einem Minus von rund, 1,4 Prozent. Nur die Postbank rettete ihr Plus ins Ziel.

Die US-Börsen verzeichneten zum deutschen Handelsschluss in Europa ein leichtes Minus. Der Dow Jones  fiel um 0,2 Prozent auf 6750 Zähler. Am Vortag war der Dow um 4,2 Prozent auf ein Zwölfjahrestief gestürzt.

Der oberste amerikanische Währungshüter Ben Bernanke forderte von der Regierung unterdessen energische Maßnahmen, um die Wirtschaft aus der sich verschärfenden Rezession zu ziehen, auch wenn die Staatsverschuldung dadurch noch weiter steigen sollte.

Einem Analysten zufolge ist eine technische Gegenreaktion zwar überfällig. Die Märkte seien überverkauft. Die Vorgaben sind jedoch schlecht: An der New Yorker Wall Street haben am Montag erneut geschürte Konjunktursorgen und die Furcht über die Stabilität der Finanzbranche die Kurse weiter in die Tiefe getrieben.

Warten auf die EZB

Warten auf die EZB

Der Euro  wurde am Abend wiederum leichter zu 1,2548 Dollar gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,2615 Dollar festgestellt hatte. "Heute fehlten von allen Seiten die Impulse", hieß es am frühen Abend aus dem Handel.

Vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag gebe es keinen Grund, sich im Euro zu engagieren. Im Handel wird fest davon ausgegangen, dass die Leitzinsen im Euroraum um 50 Basispunkte auf dann 1,5 Prozent gesenkt werden.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen